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Klangvolle Reminiszenz an Meister des Barock

Wilkenburg Klangvolle Reminiszenz an Meister des Barock

Die St.-Vitus-Kirche in Wilkenburg war am Sonntagnachmittag bestens besucht. Knapp 100 Zuschauern wollten sich den angekündigten musikalischen Leckerbissen nicht entgehen lassen, zumal mit Verena Spieß eins der Mitglieder des Cellotrios „corde profonde“ aus der Nachbarstadt Pattensen kommt.

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Auftritt mit wertvollen Instrumenten: Das Cellotrio „corde profonde“ mit Verena Spieß (von links), Matouš Mikolášek und Beate Schnaithmann.

Quelle: Achim von Lüderitz

Wilkenburg. Verena Spieß warnte die Zuhörer des Konzert schon vor Beginn, dass es beim Stimmen der Instrumente zu kurzen Verzögerungen kommen könnte. Denn alle drei Künstler spielen Barock-Cellos mit Darmbesaitung, die „schneller einmal verrutschen“ als die bei den meist benutzten Orchester-Instrumenten mit Stahlsaiten.

Verena Spieß genoss den Heimvorteil in der Wilkenburger Kirche, wo sie zahlreiche Bekannte aus ihrer ehemaligen Heimatstadt begrüßen konnte. Sie studiert seit Herbst 2016 im Masterstudiengang am Koninklijk Conservatorium in Den Haag. Als Kind nahm sie an der Musikschule Hemmingen Cellounterricht bei Yasuko Ogata, danach folgten Meisterkurse im In- und Ausland. Die mehrfache Bundespreisträgerin „Jugend musiziert“ ist seitdem international mit verschiedenen Ensembles unterwegs.

Vor einem Jahr lernte sie Matouš Mikolášek und Beate Schnaithmann kennen. Beide haben ebenfalls Musik studiert: Schnaithmann unter anderem an Musikhochschulen in Dresden, Rostock und Berlin, Mikolášek am Prager Konservatorium. Alle drei Musiker sind auch als Solisten viel auf Reisen. „Wir müssen uns immer genau absprechen, wo und wann wir uns drei mal wieder zum gemeinsamen Proben und zu Auftritten treffen. Das klappt aber bisher noch ganz gut", sagt Spieß. 

Wenn das musikalische Trio neue Stücke für ihre Auftritte auswählt, beschäftigt es sich auch intensiv mit der Zeit, in der sie entstanden sind. Und so war das Konzert in der Wilkenburger Kirche auch eine Reminiszenz an die großen Komponisten der Barockzeit, die sich vornehmlich der Cellomusik verschrieben hatten: an Domenico Galli oder Martin Berteau, vor allem aber an Künstler wie Antonio Vivaldi oder den unübertroffenen Altmeister Johann Sebastian Bach.

Die drei Künstler genossen die ziemlich große Interpretationsfreiheit, da es nur wenige ausschließlich für das Barockcello geschriebene Werke gibt. Das eröffnete die Möglichkeit, verschiedene Stücke frei für ihre Instrumente zu adaptieren. Und das ist dem Trio, nimmt man den Applaus am Ende des Konzerts zum Maßstab, vollends gelungen.

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Auftritt mit wertvollen Instrumenten: Das Cellotrio „corde profonde“ mit Verena Spieß (von links), Matouš Mikolášek und Beate Schnaithmann.

Quelle: Achim von Lüderitz

Von Achim von Lüderitz

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