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Flüchtlingsheim wird Treffpunkt der Kulturen

Hemmingen-Westerfeld Flüchtlingsheim wird Treffpunkt der Kulturen

Das gerade eröffnete Flüchtlingsheim an der Heinrich-Hertz-Straße soll zu einem Treffpunkt der Kulturen werden. Vertreter der Stadt Hemmingen und die zurzeit 34 Bewohner haben die Einrichtung am Mittwoch zahlreichen Besuchern vorgestellt.

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Zahlreiche Gäste besuchen bei der Vorstellung des Flüchtlingsheims auch das integrierte Interkulturelle Café.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen-Westerfeld. Bürgermeister Claus Schacht kann sich noch erinnern, wie er vor einem Jahr aus seinem Urlaubsort am Bodensee ein "hektisches Telefonat" mit der Ersten Stadträtin Regina Steinhoff geführt hat. Es ging darum, ob die Stadt das ehemalige Bürogebäude an der Heinrich-Hertz-Straße 23 zur Unterbringung der Flüchtlinge kaufen soll. Schacht und Steinhoff waren sich schnell einig, dass dies geschehen soll.

Vor rund zwei Monaten wurde das Heim mit Platz für bis zu 160 Personen eröffnet. Zurzeit wohnen 34 Flüchtlinge dort. Schacht sagt, dass nach der Unterbringung jetzt die zweite Phase beginne, die Integration. Um diese zu gewährleisten und auch die Bürger Hemmingens mitzunehmen, werden in dem Heim verschiedene Angebote für Angehörige aller Kulturen gemacht.

Anne-Vibecke Christensen leitet zum Beispiel jeden Mittwoch ab 14 Uhr einen Nähkurs, in dem kreativ mit Wolle und alten Plastiktüten gearbeitet wird. "Die Flüchtlinge haben eine Aufgabe und lernen durch den Austausch mit den deutschen Teilnehmern auch unsere Sprache", sagt sie. Das nächste Ziel ist, die dort entstehenden Kunstwerke auch zu verkaufen. Das Geld sollen die Flüchtlinge bekommen. Um den Verkauf anzuschieben, wird sich eine weitere Gruppe von Flüchtlingen um die Vermarktung im Internet kümmern.

Die Gleichstellungsbeauftragte Diana Sandvoß bietet immer dienstags von 15 bis 16.30 Uhr einen offenen Treff für Eltern und Kinder an, an dem ausdrücklich auch Einheimische teilnehmen sollen. Die Sozialarbeiterin Juliane Meyer lädt jeden Donnerstag von 10 bis 11.30 Uhr zum Treff von Schwangeren und Müttern von Kindern im Alter bis zu zwölf Monaten ein.

Zusätzlich hat jeden Dienstag von von 17.30 Uhr bis 19 Uhr die Fahrradwerkstatt auf dem Hof geöffnet. Auch das Interkulturelle Café ist jetzt fest in dem Heim integriert. Organisator Gerhard Ney denkt sogar daran, es jede Woche zu öffnen, statt wie bisher monatlich. "Die Flüchtlinge freuen sich darüber, hier Speisen aus ihrer Heimat anbieten zu können", sagt er.

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