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Den Opfern besser helfen

Hemmingen/Pattensen Den Opfern besser helfen

Frauen in Hemmingen und Pattensen, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, soll besser geholfen werden. Bei Bedarf, so ist es geplant, wird eine langfristige Beratung vor Ort angeboten.

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Quelle: Stephanie Pilick

Hemmingen. Die Zahl der gemeldeten Fälle häuslicher Gewalt steigt. 14 Frauen aus Hemmingen und neun aus Pattensen waren es 2014, die bei der Beratungsstelle Donna Clara im Laatzener Frauenzentrum Hilfe gesucht haben. Zum Vergleich: 2011 waren es noch vier Frauen aus Hemmingen und drei aus Pattensen. Hinzu kommen die Fälle in Beratungs- und Interventionsstellen wie bei der Arbeiterwohlfahrt Hannover: Allein im vergangenen Jahr waren es 28 aus Hemmingen sowie neun aus Pattensen.

Wie groß die Dunkelziffer ist, sei unklar, sagt Nicole Waldmann, Beraterin im Frauenzentrum Laatzen. Sie weist auf die Unterschiede zwischen der Krisenintervention und einer langfristigen Beratung hin. Die Frauen würden Letzteres benötigen, denn sie leiden immens unter den Folgen der ihnen zugefügten Gewalt. „Sie brauchen mehrere Gespräche, bis sie wissen, welche Therapie für sie geeignet ist“, sagt Waldmann. Auch Kinder seien direkt oder indirekt von häuslicher Gewalt betroffen.

„In Laatzen haben wir die Erfahrung gemacht: Je mehr wir präsent sind, desto eher wenden sich Frauen an uns.“ Wer möchte, kann als Hemmingerin oder Pattenserin weiter die Räume von Donna Clara an der Hildesheimer Straße 85 in Laatzen aufsuchen. Bei Bedarf sollen Beratungen aber möglichst noch in diesem Herbst auch in Räumen in Hemmingen und Pattensen möglich sein. Donna Clara will dabei mit vorhandenen Beratungsstellen zusammenarbeiten.

Donna Clara will eine Kraft einstellen, die sich 20 Stunden pro Woche um die Frauen in Hemmingen und Pattensen kümmert, erklärt Susanne Schütte, Beraterin bei Donna Clara. Das Geld dafür sei bei der Region Hannover beantragt. Diese trägt den Großteil der Kosten, da sie eine flächendeckende Versorgung mit Frauenberatungsstellen anstrebt.

Die Städte Hemmingen und Pattensen sollen sich mit jeweils 10 Prozent der Kosten beteiligen, also jeweils knapp 3600 Euro im Jahr. Beide Städte werden darüber im Zuge ihrer Etatberatungen 2016 entscheiden. Hemmingens Ausschuss für Bildung, Familie, Kinder und Jugend hat das neue Angebot bereits befürwortet.

von Andreas Zimmer

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