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Politiker wollen keine "Förderlehrernomaden"

Hemmingen-Westerfeld Politiker wollen keine "Förderlehrernomaden"

Die Hemminger Ratsfraktionen wollen die Förderung von Kindern mit Beeinträchtigung an der KGS verbessern. Der Ausschuss für Bildung, Familie, Kinder und Jugend hat am Mittwochabend eine entsprechende Resolution, die an das Kultusministerium geschickt werden soll, befürwortet.

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Die KGS in Hemmingen-Westerfeld.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen-Westerfeld. Nachbesserungsbedarf sehen die Ratsfraktionen hauptsächlich bei der Frage, von wem Inklusionskinder mit einem Förderbedarf im Bereich Lernen an der Hemminger KGS betreut werden. Zurzeit sind dafür vier Lehrer von der Calenberger Schule in Pattensen zuständig - kein optimaler Zustand, wie sowohl der Schulelternrat als auch die Kommunalpolitiker meinen. "Die Lehrer haben lange Anfahrtszeiten, hasten hin und zurück und können sich nicht ins Kollegium integrieren", kritisierte Svanburga von Alten-Rilinger (CDU). Ulrike Roth (Bündnis 90/Die Grünen) sprach von einer "Zumutung für Schüler und Lehrer, als Förderlehrernomaden durch die Lande ziehen zu müssen".

Die Inklusionsbeauftragte der KGS, Linda Wein, berichtete: "Wir können uns mit den externen Förderlehrern in den Pausen nicht wirklich abstimmen, da sie immer wieder schnell weg müssen." Daher wünschen sich Schulelternrat und Kommunalpolitiker statt mehrerer Externer einen oder zwei Sonderpädagogen als festes Stammpersonal an der KGS. "So könnten wir uns effektiv aufeinander abstimmen und verlässliche Teams bilden", sagte Wein. Dem schlossen sich SPD, CDU, Grüne und die DUH/BfH-Gruppe an. "Bei der Förderung von Kindern mit Beeinträchtigung dürften keine organisatorischen und personellen Klimmzüge unternommen werden", erklärte Wolf Hatje (DUH).

Im zweiten Halbjahr 2015/2016 haben der KGS insgesamt 77 Lehrerwochenstunden für die sonderpädagogische Förderung zugestanden. Davon seien, so bemängeln Eltern und Politik, nur 70 Prozent genutzt worden. In diesem Schuljahr sei der Bedarf für sonderpädagogische Förderung noch gestiegen. Zurzeit werden insgesamt 27 Kinder und Jugendliche an Haupt- und Realschule sowie am Gymnasialzweig inklusiv beschult.

Der Ausschuss hat die Resolution einstimmig befürwortet. Verabschiedet werden soll sie in der Ratssitzung am 15. September.

Von Stephanie Zerm

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