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Bioladen schließt nach zwölf Jahren

Hemmingen Bioladen schließt nach zwölf Jahren

Seit zwölf Jahren gibt es ihn, doch nun ist Schluss: Der Bioladen Kamöri am Hemminger Rathausplatz schließt zum Monatsende trotz guter Geschäfte. Die Betreiberinnen schaffen es gesundheitlich nicht mehr, und ein Nachfolger hat sich zum Bedauern der Kunden nicht gefunden.

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Die beiden Deveserinnen Antje Döscher (von links) und Gabriele Schulze sind Stammkundinnen im Kamöri-Bioladen und lassen sich gerne von Ute Möller einen leckeren Käse empfehlen.

Quelle: Böger

Hemmingen-Westerfeld. "Das ist schade", meint Stammkundin Katharina Kersberger zu der Ankündigung der beiden Betreiberinnen Ute Möller und Daniela Kappmeier, den Bioladen dicht zu machen. Möglicherweise müsse sie nun nach Döhren fahren, um ökologisch angebaute beziehungsweise hergestellte Produkte einkaufen zu können. Auch die beiden Deveserinnen Antje Döscher und Gabriele Schulze sind enttäuscht. "Ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto weitere Wege muss ich in Kauf nehmen", sagt Schulze mit Blick darauf, dass sie "nun wohl nach Hannover fahren muss". Im Hemminger Stadtgebiet gibt es jedenfalls als Alternative nur noch den Kampfelder Hof in Hiddestorf.

Aber die Kunden haben auch Verständnis dafür, dass Möller und Kappmeier kürzer treten wollen. Vor zwölf Jahren hatten die beiden Hannoveranerinnen den Laden in Hemmingen eröffnet, nachdem sie zuvor schon in Oberricklingen ein ähnliches, aber kleineres Geschäft mehrere Jahre betrieben hatten.

In Hemmingen boten sie ihren Kunden das komplette Öko-Programm von Obst und Gemüse, Brot und Milchprdukten bis zu Hygiene- und Kosmetikartikeln. "Die Hemminger brauchten ein bisschen Zeit, um sich an uns zu gewöhnen", schildert Möller die Startschwierigkeiten. Aber dann sei das Geschäft gut gelaufen, und "das letzte Jahr war das beste".

Es gab auch durchaus Interessenten für eine Übernahme. Dass sich trotzdem bisher kein Nachfolger gefunden hat, führt Kappmeier vor allem darauf zurück, dass "die meisten erschreckt waren über die viele Arbeit", die so ein Laden macht. Zwar wird inzwischen sämtliche Ware geliefert, doch sie muss einsortiert und ausgepreist, neue Bestellungen müssen rechtzeitig aufgegeben werden, und die Bürokratie macht sich auch nicht von alleine. "Viele Menschen haben Angst, sich selbstständig zu machen", hat Kappmeier als weiteren Grund für die vergebliche Suche ausgemacht.

Einen Kandidaten gebe es noch, macht Kappmeier ihren Kunden noch ein bisschen Hoffnung. Aber wenn der auch noch abspringe, sei endgültig Schluss. Der Mietvertrag mit der Stadt ist jedenfalls gekündigt.

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