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Devese-Radweg wird verschoben

Devese Devese-Radweg wird verschoben

Der für dieses Jahr geplante Bau eines Radwegs entlang der Kreisstraße 221 zwischen Devese und Ronnenberg wird verschoben. Das Land stellt dafür keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Die Region Hannover will das notwendige Planfeststellungsverfahren dennoch Anfang April einleiten.

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An dieser Kreisstraße soll der neue Radweg entstehen. Im Hintergrund ist Devese zu sehen.

Quelle: Andreas Zimmer

Devese. Die Region Hannover geht fest davon aus, dass der im Zuge der B3-Ortsumgehung geplante Radweg entlang der K221 gebaut wird. Das teilte Sprecher Klaus Abelmann mit. Dieses Jahr wird das allerdings nicht geschehen. Das Land hat acht große investive Vorhaben der Region an Kreisstraßen abgelehnt, darunter fällt auch der Radweg für 800.000 Euro. Grund dafür ist die Unsicherheit über die zur Verfügung stehenden Fördermittel des Landes, so dass kein Geld für diese acht Projekte zur Verfügung gestellt werden kann.

Dennoch will die Region das Planfeststellungsverfahren für den Radweg Anfang April einleiten, sagt Abelmann. Es laufen auch bereits Gespräche über den Erwerb der notwendigen Grundstücksflächen. "Unterschrieben ist allerdings noch nichts", sagt der Regionssprecher. In einem nicht öffentlichen Treffen hat die Region gerade den Vertretern der Städte Hemmingen und Ronnenberg die bisherigen Pläne erläutert. Auch die Stadt Hemmingen favorisiert den Plan, den Weg entlang der Kreisstraße zu bauen. 

Das Projekt ist in der Bevölkerung umstritten. Der Bund der Steuerzahler hatte sich auf Initiative einiger Ronnenberger eingeschaltet und einen alternativen Weg vom Loydbrunnenweg in Devese bis zur Kückenmühle in Ronnenberg vorgeschlagen. Beide Strecken sind mit rund 2,5 Kilometer etwa gleich lang. Der Vorteil der von den Ronnenbergern vorgeschlagenen Strecke wäre jedoch, dass große Teile des Weges bereits in asphaltierter Form vorhanden sind. Auf nur rund einem Kilometer müsste der Weg ausgebaut werden. Das Projekt wäre damit deutlich billiger, sagt der Steuerzahlerbund.

Abelmann weist darauf hin, dass die Strecke sowohl ein Überschwemmungsgebiet wie auch ein Landschaftsschutzgebiet sei und somit eine "No-Go-Area". Zudem werde für viele Radfahrer auf der abgelegenen Strecke das Gefühl von sozialer Kontrolle fehlen, selbst wenn die Weg beleuchtet werde. 

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