Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Das Millionenloch bleibt

Hemmingen-Westerfeld Das Millionenloch bleibt

Wo wird 2016 investiert? Welche Vorhaben müssen verschoben werden? Wie will die Stadt das Millionenloch stopfen? Diese und weitere Fragen klären sich heute in der Ratssitzung in Hemmingen: Der Haushalt wird verabschiedet. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Rathaus.

Voriger Artikel
Adventskonzert auch mit AC/DC-Klängen
Nächster Artikel
Queenz of Piano als Überraschungsgast

Das Rathaus in Hemmingen-Westerfeld. Dort tagt der Rat.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Die Leine-Nachrichten fassen nach den bisherigen Beratungen in den Fachausschüssen einige Fragen und Antworten zum Haushalt zusammen.

Seit einem Monat wird beraten. Ist der Haushaltsentwurf 2016 nun ausgeglichen?

Nein, das Defizit beträgt etwa 2,3 Millionen. Immerhin ist es unter dem Betrag geblieben, den der Rat in seinem Eckwertebeschluss vom Juni 2015 festgelegt hat – sozusagen als Maximum an Defizit. Es beläuft sich auf 2,7 Millionen Euro. Trotzdem muss ein Haushaltssicherungskonzept her.

Und der laufende Haushalt?

Er wird voraussichtlich wie geplant mit einem Minus von 2 Millionen Euro abschließen.

Wenn man alle freiwilligen Leistungen der Stadt – insbesondere in den Bereichen Sport, Kultur und Bildung – streichen würde, reicht es nicht, um den Haushalt zu sanieren. Stimmt das?

Ja. Laut Verwaltung belaufen sich die freiwilligen Leistungen auf jährlich insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro.

Wird es denn in den nächsten Jahren besser?

Wohl kaum. Prognosen besagen, das auch in den Jahren 2017 bis 2019 in Hemmingen jeweils ein Loch von mehr als 3,5 Millionen Euro im Haushalt klaffen wird.

Aber es gibt doch die Arbeitsgruppe Haushaltskonsolidierung mit Vertretern aller Ratsfraktionen.

Sie hat noch keine Vorschläge gemacht, die den Haushalt gravierend sanieren könnten. Insgesamt 4000 Euro werden bei der Gleichstellung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kulturveranstaltungen, Seniorenbeirat, Behindertenbeauftragte und Präventionsrat gekürzt. Die nächsten Beratungen sollen Anfang nächsten Jahres stattfinden.

Welche Vorschläge aus dem Haushaltssicherungskonzept sollen 2016 umgesetzt werden?

Das ist zum einen die geplante Erhöhung der Grundsteuer. Die Mehreinnahmen betragen laut Verwaltung 170 000 Euro. Ein Querverbund zwischen der Stadt und der Netzgesellschaft Hemmingen schafft steuerliche Vorteile (23 000 Euro). Hinzu kommen die vorgesehene, erhöhte Kita-Gebühr (8500 Euro) und die erwähnten 4000 Euro der Arbeitsgruppe Haushaltskonsolidierung. Die Verwaltung rechnet noch die Summe vom selbst verordneten Sparzwang aus dem Eckwertebeschluss dazu, dann sind es fast 1,1 Millionen Euro.

Wie sieht es mit den Einnahmen bei der Gewerbesteuer aus?

Sie werden 2016 schätzungsweise 4,4 Millionen Euro betragen. Im laufenden Haushalt werden 5,6 Millionen Euro erwartet. Die Stadtverwaltung will gegensteuern zum Beispiel durch „Maßnahmen der Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung“, wie sie es umschreibt. Bürgermeister Claus Schacht hatte schon beim Einbringen des Haushalts gefordert über die Ausweisung neuer Gewerbeflächen und die Nachnutzung freistehender Gewerbeimmobilien nachzudenken.

Wächst denn die Stadt im Hinblick auf die Bevölkerungszahl?

Sie wird laut Verwaltung nicht gravierend steigen. Bis zum Jahr 2030 sind es nur 0,1 Prozent. Die Bevölkerung wird insgesamt älter werden. Es müssten zukünftig also neue Wohngebiete vor allem für junge Familien ausgewiesen werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Hemmingen
doc6slnq62pps81faop4l5g
Kaninchen suchen ein neues Zuhause

Fotostrecke Hemmingen: Kaninchen suchen ein neues Zuhause