Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Rat entscheidet erst im Juni über Campus

Hemmingen-Westerfeld Rat entscheidet erst im Juni über Campus

Der Hemminger Rat hat die Entscheidung über den neuen Campus der KGS vertagt. Das Thema stand am Donnerstagabend auf der Tagesordnung, nun soll erst am 16. Juni entschieden werden. Zuvor sollen Schulleitung und Schüler gehört werden - und zwar bis zur Sitzung des städtischen Fachausschusses am 1. Juni.

Voriger Artikel
Arnum führt elektronischen Leserausweis ein
Nächster Artikel
Windpark: Schacht ärgert sich über Region

Die Schüler verfolgen im Ratssaal die Debatte über die KGS.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen-Westerfeld. Die Ratsallianz aus CDU und Bündnisgrünen sowie der Gruppe DUH/BfH hatten einen Änderungsantrag gestellt, der erst am Donnerstagabend öffentlich bekannt wurde. Sie fordert zum Beispiel bestimmte Bauabschnitte vorerst einzustellen, weil auf den Flächen zum Beispiel später ein Deich entstehen könnte, und andere zu forcieren. Das Budget für vier Bauabschnitte soll um rund 400.000 Euro auf etwa 1,2 Millionen Euro sinken. Außerdem fordert die Allianz für die nächsten beiden Jahre insgesamt 100.000 Euro, um die KGS mit Experimentiergeräten und -materialien unter anderem für die Fächer Physik und Chemie auszustatten.

Kritik gab es von der SPD: „Wir haben dabei erhebliche Bauchschmerzen“, sagte Fraktionschef Jens Beismann. Die Schüler seien an den bisherigen Planungen beteiligt gewesen. Diese jetzt ohne Rücksprache mit ihnen gravierend zu ändern, könne nicht angehen. Beismann forderte zudem eine transparente Tagesordnung der Ratssitzung, auf der Campus stehe und nicht Experimentierkästen. Er lehnte es ab, als „Bonbon eine Nebenposition aufzumachen“. Reiche das Schulbudget für den Unterricht nicht aus, müsse diskutiert werden dieses zu erhöhen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulff Konze verwies auf das Millionenloch im Haushalt der Stadt und die Campus-Baukosten von 2,6 Millionen Euro, die noch hinzu kämen. Der SPD warf er eine „Stichelei“ vor und fragte: „Sind Sie überhaupt an einer Einigung interessiert?“ Jürgen Grambeck, Fraktionschef der Grünen, warf ein, dass die Ratsallianz die Erste sei, die sich überhaupt zu dem Thema positioniere, nachdem der Fachausschuss nicht entschieden habe. Kurt Pages (SPD) missfiel, dass der Antrag der Ratsallianz erst am 10. Mai gestellt und bisher nicht in öffentlichen Ausschusssitzungen diskutiert worden sei.

Bürgermeister Claus Schacht (SPD) machte deutlich, dass die Kommunalpolitiker bei der Verwaltung „offene Türen einrennen“, wenn sie bessere Unterrichtsmaterialien fordern. Eine „Vermischung“ mit dem Campus-Projekt halte er aber für rechtlich unzulässig. Schacht sagte, er bedauere, dass die Schule „ohne Not diskriminiert wird“. Die Ratsallianz habe ihren Antrag weder mit der Schulleitung noch mit der Schülervertretung abgestimmt. Schacht kritisierte zudem die Forderung in dem Antrag, „das restliche Außengelände der Schule wird gärtnerisch durchgearbeitet und auf Vordermann gebracht“. Das Personal auf dem Betriebshof sei begrenzt, das Geld für Firmen für die Grünpflege auch. Hinzu komme, dass einige Flächen wie zum Beispiel das sogenannte grüne Klassenzimmer von den Schülern zu pflegen sei.

Die Informationen aus der Ratssitzung flossen am Freitag frisch in die Schulen: Mehr als 20 Schüler der achten Klasse der KGS und ihre Lehrerin hatten die Debatte in den Zuhörerreihen verfolgt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Hemmingen
doc6slnq62pps81faop4l5g
Kaninchen suchen ein neues Zuhause

Fotostrecke Hemmingen: Kaninchen suchen ein neues Zuhause