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Die neue Medienwelt an den Schulen kann kommen

Hemmingen-Westerfeld/Arnum/Harkenbleck/Hiddestorf Die neue Medienwelt an den Schulen kann kommen

Die letzten offenen Fragen sind geklärt: Stimmt der Rat der Stadt am Donnerstag zu, werden Hard- und Software in Hemmingens Schulen in den nächsten Jahren auf den neuesten Stand gebracht. Die Grundlage dafür ist ein Medienentwicklungsplan, den es erstmals in Hemmingen gibt.

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Das Archivbild zeigt den Lehrer Wulfdieter Harmening vor einem Whiteboard.

Quelle: Bengsch

Hemmingen. Von 2016 bis 2019 sollen jährlich 95.500 Euro in die Grundschulen und in die KGS fließen sowie fast 28.000 Euro für Wartung und technische Unterstützung. Die zusätzlichen 50.000 Euro für den WLAN-Ausbau in der KGS, also ein drahtloses Netzwerk zu schaffen, hatte der Rat bereits im Oktober beschlossen.

Für die Kommunalpolitiker gab es aber damals noch offene Fragen. Mittlerweile wurden sie von der Verwaltung beantwortet, indem sie Hemmingen mit Schulen in Sehnde und Garbsen verglichen hat. Beide Städte setzen ihre Medienentwicklungspläne bereits um. Sehnde sei mit einer Kooperativen Gesamtschule, fünf Grundschulen und einer Förderschule am besten mit Hemmingen vergleichbar. In den Jahren 2015 bis 2019 sollen in Sehnde durchschnittlich rund 100.000 Euro investiert werden.

Eine Frage der Hemminger Kommunalpolitiker war, ob die jährlichen Investitionen niedriger sein können. Die von der Stadt für den Medienplan beauftragte Beratungsfirma in Hemmingen kommt zu dem Schluss, dass dies kaum möglich sei. „Jedenfalls nicht, ohne eine qualitative Verschlechterung der Ausstattungsziele in Kauf zu nehmen“, schreiben die Berater in einer Stellungnahme. Sie geben ferner zu bedenken, dass zum Beispiel das Budget der KGS für Investitionen jährlich etwa 50.000 Euro beträgt. „Das ist für eine Schule dieser Größe nicht viel. Umgerechnet sind das knapp mehr als 30 Euro im Jahr pro Schüler.“ Andere weiterführende Schulen in Niedersachsen lägen im Schnitt bei mindestens 40 Euro.

So hat der Fachausschuss entschieden: Ist Leasing nicht günstiger? Auf eine entsprechende Anfrage der DUH/BfH-Gruppe erläuterte die Erste Stadträtin Regina Steinhoff, laut Gutachter sei Leasing in diesem Bereich eher selten – vermutlich, weil die Methode unterm Strich teurer sei als der Kauf. „Man kann es auch nicht einzeln steuern, zum Beispiel wenn ein Gerät doch länger hält als erwartet“, sagte Steinhoff. Die Bündnisgrünen kritisierten im Ausschuss, dass trotz des Millionenlochs im Etat die jährliche Ausgabe von 100.000 Euro einfach akzeptiert werde. Jürgen Grambeck gab zu bedenken: „Reichen vielleicht nicht auch mal 85.000 Euro?“ Zu dem Vorhaben, beispielsweise einen Switch in der KGS alle zwei Jahre auszutauschen, fragte Jürgen Grambeck (Grüne): „Sind wir das Bundeskanzleramt?“ Da sich der Plan über mehrere Jahre erstreckt und die konkrete Summe Jahr für Jahr neu festzulegen ist, stimmten die Grünen wie alle anderen Fraktionen im Ausschuss dem Medienentwicklungsplan zu. Die KGS wird von etwa 1600 Schülern besucht und die drei Grundschulen von insgesamt rund 700 Schülern.

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Von Redakteur Andreas Zimmer

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