Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Fast 70 Notebooks an Flüchtlinge verteilt

Hemmingen/Pattensen Fast 70 Notebooks an Flüchtlinge verteilt

Ein Jahr ist es her, dass in Hemmingen und Pattensen die Initiative „Notebooks für Flüchtlinge“ gestartet wurde. Mark Jacobs, der das Projekt angeschoben hat, zieht zwar eine positive Bilanz, doch mittlerweile geht die Zahl der gespendeten Geräte zurück.

Voriger Artikel
Kinder wandern auf Spuren der Legionäre
Nächster Artikel
Gast-Hemmingerin geht zurück in die USA

Dieses Dankschreiben haben Flüchtlinge an die Helfer der Initiative "Notebooks für Flüchtlinge" in Hemmingen und Pattensen gerichtet.

Quelle: privat

Hemmingen/Pattensen. Die Zeilen sind anrührend: „Dieses wertvolle Geschenk wird einen Unterschied machen und helfen unsere Kinder in der Weiterbildung." So hat es eine Flüchtlingsfamilie in gebrochenem Deutsch in einem Dankesbrief formuliert. Sozialarbeiter und Helfer in Sprachkursen geben die Notebooks an sie weiter.

Der Bedarf ist weiterhin da. „Wir haben eine Warteliste“, sagt Mark Jacobs. Darauf stehen zurzeit die Namen dreier Familien. Die Ursache für den Rückgang der gespendeten Geräte sei unklar. In den vergangenen zwölf Monaten seien in Hemmingen und Pattensen insgesamt 84 Notebooks gespendet und davon 67 weitergegeben worden. Die restlichen seien entweder zu alt oder nicht leistungsfähig genug gewesen. Mark Jacobs aus Arnum, Andreas Herzog aus Hemmingen-Westerfeld und Philip Hanebeck aus Laatzen bereinigen die Notebooks und spielen lizenzfreie Software auf. Das Bereinigen und Aufspielen dauere unterschiedlich lange, bei manchen Geräten bis zu zwei Tage.

Die Notebooks stammen von Privatleuten und Institutionen wie der Stadt Pattensen. Auch Firmen können Notebooks spenden. Warum werden keine größeren Geräte angenommen? Jacobs erklärt, die Gruppe müsste diese lagern, doch dafür reiche der Platz nicht. Hinzu komme, dass Notebooks besser geeignet seien, um die Stellen aufzusuchen, in denen es ein freies WLAN-Netz, also ein drahtloses Netzwerk, gibt wie beispielsweise im Hemminger Rathaus.

Im dortigen Bürgersaal gab es beim Repair-Café eine besonders schöne Szene, an die sich Jacobs erinnert. Eine Frau aus Mazedonien hatte zuvor ein Notebook enthalten und suchte das Repair-Café auf, weil sie mit dem Gerät gern skypen wollte, also übers Internet telefonieren, aber nicht wusste, wie. Die Helfer richteten ein E-Mail-Konto ein und installierten das Programm Skype. Noch während der Café-Zeit sprach die Frau überglücklich mit ihrer Schwester im mehr als 1500 Kilometer entfernten Mazedonien.

Kontakt: Wer Notebooks abgeben möchte, wendet sich an Mark Jacobs, E-Mail: nff@directbox.de. Notebooks werden auch beim Repair-Café, einem Angebot des Vereins Heuhüpfer, im Bürgersaal des Hemminger Rathauses angenommen. Der nächste Termin ist am Sonnabend, 22. Oktober, von 14 bis 17 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Hemmingen
doc6sl3ablqc2dml2tjizj
Feuer in Wochenendhaus in Wilkenburg

Fotostrecke Hemmingen: Feuer in Wochenendhaus in Wilkenburg