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Ballon-Pionierin bedenkt Stiftung in ihrem Vermächtnis

Hemmingen Ballon-Pionierin bedenkt Stiftung in ihrem Vermächtnis

Von A bis Z: Ob Aktionen zur Leseförderung, zur Berufsorientierung, die Flüchtlingsarbeit, der Song Contest als Musikwettbewerb oder ein Zirkusprojekt - die Bürgerstiftung, die seit zehn Jahren besteht, ist in Hemmingen an vielen Stellen aktiv. Jetzt hat sie den Stiftungsbericht für 2015 vorgelegt.

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Norddeutschlands erste Ballonfahrerin Alice Larbig starb 2015. In ihrem Vermächtnis bestimmte sie 30.000 Euro für die Bürgerstiftung Hemmingen.

Quelle: R

Hemmingen. Redakteur Andreas Zimmer sprach mit dem Vorsitzenden Wolf Hatje darüber, woher eigentlich das Geld kommt und wofür es in diesem Jahr ausgegeben werden soll.

Der Stiftungsstock ist seit Gründung der Stiftung 2006 stetig gewachsen und beträgt jetzt fast 600.000 Euro.

Das ist richtig und eine gute Entwicklung. Damals waren es 140.000 Euro. Sie müssen aber bedenken, dass das Kapital fest liegt und nicht verbraucht werden darf. Wir dürfen nur das Geld von Spendern und Zinsen aus dem Stiftungskapital ausgeben.

Wobei das Zinsniveau zurzeit sehr niedrig ist.

Ja, der Stock wirft bedauerlicherweise kaum Zinsen ab mit Ausnahme von ein paar Altanlagen. Wir setzen zur Zeit also auf Spenden, das Geld können wir direkt für die Projektförderung verwenden. 2015 gab es einige Spenden und drei große Zustiftungen.

Wer sind diese Zustifter?

Es sind überwiegend Privatleute, die nicht immer genannt werden wollen. Der Mindestbetrag beläuft sich auf 250 Euro. Allein 30.000 Euro stammen von der 2015 verstorbenen Alice Larbig.

Norddeutschlands erste Ballonfahrerin?

Ja. Sie hat einen eigenen Fonds, den wir innerhalb der Bürgerstiftung verwalten. In ihrem Vermächtnis hat sie ihn neben dem ursprünglichen Startkapital mit Geld in dieser Höhe ausgestattet. Mit den Erträgen werden ausschließlich Projekte zur Prävention von Herzerkrankungen gefördert. Durch den Fonds wurden zum Beispiel schon drei Defibrillatoren gekauft, unter anderem jener im Büntebad.

Wie viel Geld steht der Stiftung jährlich zur Verfügung?

Wir geben jedes Jahr rund 30.000 Euro für eigene Projekte sowie Fördermittel aus, sofern uns Anträge vorliegen. Die meisten werden bewilligt. Der Vorstand tagte im Jahr 2015 zehnmal, der Stiftungsrat viermal.

Welche Kriterien führen zur Ablehnung?

Wir lehnen Anträge ab, wenn sie nicht unserer Satzung entsprechen oder wenn es sich um hoheitliche Aufgaben der Stadt handelt.

Einige Projekte aus dem Jahr 2015 laufen doch weiter, oder?

Ja, zum Beispiel das Netzwerk für Flüchtlinge, die Initiative „Nachbarn helfen Nachbarn“, die wöchentliche Literaturstunde im Bürgersaal, die Leseabenteuer an wechselnden Orten, das Projekt zur Berufsorientierung an der KGS Hemmingen und auch die Instandsetzung des Obstbaumlehrpfades zwischen Wilkenburg und Harkenbleck.

Können Sie schon etwas zu den ersten Einsendungen für den jüngst ausgelobten Ideenwettbewerb sagen?

Da wollen noch nicht zu viel verraten. Die besten drei werden prämiert. Die Vorschläge können bis zum 30. Juni ans Rathaus geschickt werden oder per E-Mail an info@bürgerstiftung-hemmingen.de. Wir hoffen auf viele Vorschläge, die innovativ und gemeinnützig sind. „Bürger stiften Zukunft“ - an unserem Motto hat sich auch nach zehn Jahren nichts geändert.

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