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Grüne fordern gezielte Vermarktung in Arnum

Hemmingen Grüne fordern gezielte Vermarktung in Arnum

Verliert das Mehrgenerationenbauprojekt in Arnum seinen ursprünglichen Sinn? Die Bündnisgrünen machen sich Sorgen, dass die Häuser und Wohnungen nicht gezielt für Senioren und Bürger mit Handikap vermarktet werden. Die Stadtverwaltung und der Seniorenbeirat sehen für Kritik keinen Anlass.

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Vermarktung des Baugebiets an der Bockstraße: Grüne kritisieren fehlende Hinweise die geplante Zielgruppe. 

Quelle: Tobias Lehmann

Arnum. Die Bündnisgrünen fordern jetzt von der Verwaltung eine Auskunft darüber, ob die Umsetzung des Bebauungsplans für die 42.000 Quadratmeter große Fläche an der Bockstraße sicher gestellt ist. Fachbereichsleiter Axel Schedler teilt mit, dass zurzeit alles korrekt abläuft. "In der entsprechenden Immobilienanzeige im Internet wird darauf hingewiesen, dass die entstehenden Wohnungen barrierefrei sein müssen. So schreibt es der Bebauungsplan vor", sagt er.

Schedler weist darauf hin, dass die Stadt keinen Einfluss darauf habe, wer dort tatsächlich einziehen wird. "Das wäre nur möglich, wenn wir mit Förderprogrammen an dem Projekt beteiligt sind. Das ist nicht der Fall", sagt er. Schedler achte auf die entsprechenden Immobilienanzeigen und ob diese mit dem Bauplan vereinbar sind.

Das Bauprojekt beschäftigt nicht nur die Politik, sondern auch die Bürger. Eine Hemmingerin kritisiert in einem offenen Brief, dass dort mittlerweile Bungalows mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern für 460.000 Euro angeboten werden. Ursprüngliches Ziel der Stadt sei es doch gewesen, barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum in dem Neubaugebiet zu schaffen. "Ich frage mich, ob die Stadtverwaltung und die Politik den klassischen Rentner völlig aus dem Blick verloren haben", schreibt sie.

Schedler sagt, dass die Stadt keinen Einfluss auf die Preise aller Wohneinheiten nehmen kann. Eine Ausnahme bildet das Baufeld an der Ludwig-Windhorst-Straße 11. Dort ist vertraglich vorgeschrieben, dass 50 Prozent der Wohnungen mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung finanziert werden sollen. "Das wird auch so geschehen. Bisher habe ich für den Bereich aber noch keine Anzeige gesehen", sagt der Fachbereichsleiter.

Der Sprecher des Hemminger Seniorenbeirats, Rudolf Hubold, sieht ebenfalls keinen Grund zur Sorge. "Bisher läuft aus meiner Sicht alles so, wie es damals vereinbart wurde", sagt er.  

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