Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Kirche sagt Nein zu Landverkauf für Kiesabbau

Wilkenburg/Arnum/Harkenbleck Kirche sagt Nein zu Landverkauf für Kiesabbau

Der Kiesabbau in Wilkenburg wird sich wohl um Jahre verzögern. Die Kirchengemeinde, der Land im geplanten Abbaugebiet gehört, will die Fläche nicht verkaufen. Das Grundstück wird auch sonst nicht für die Auskiesung zur Verfügung gestellt.

Voriger Artikel
Römerlager auf Wilkenburger Feld entdeckt
Nächster Artikel
Feuerwehr beseitigt schon wieder eine Ölspur
Quelle: Symbolbild

Wilkenburg/Arnum/Harkenbleck. Das teilten die Stadtverwaltung und die Kirchengemeinde am Donnerstagabend in einem gemeinsamen Pressegespräch im Rathaus mit. In den Planunterlagen der Region Hannover heißt es, alle Grundstückseigentümer im Dreieck zwischen Wilkenburg, Arnum und Harkenbleck würden die Flächen der Firma Holcim, die den Kiesabbau betreiben will, zur Verfügung stellen. "Holcim hat uns weder informiert noch ist die Firma in anderer Form auf uns zugekommen", sagte Harriet Maczewski, Pastorin der St.-Vitus-Kirchengemeinde.

Der Kirchenvorstand habe daher in dieser Woche beschlossen das etwa 38.000 Quadratmeter große Grundstück in Wilkenburg am nordöstlichen Rand des Abbaugebietes in der Verlängerung der Straße Eulenkamp zu behalten, es aber auch nicht zur Auskiesung freizugeben. Das Gremium sei prinzipiell gegen die Auskiesung. "Wir wollen sie unserem Dorf nicht zumuten. Die Lebensqualität wird stark eingeschränkt", sagte Maczewski.

Bürgermeister Claus Schacht kritisierte das Verhalten der Firma Holcim: "Nach außen zu dokumentieren, man hat mit allen Eigentümern gesprochen, ist frech." Der Planentwurf sei nun neu zu gestalten. "Das Paket ist nicht rund." So seien beispielsweise der Lärmschutz und die Wege neu zu bemessen. Schacht sagte, er gehe davon aus, dass sich das Verfahren um Jahre verzögern werde.

Dass das Pressegespräch genau auf den Tag fällt, an dem es am Vormittag eine Pressekonferenz der Denkmalsbehörde zum Römerlager in dem geplanten Abbaugebiet gibt, sei Zufall. Schacht erläuterte, dass die Stadt die Kosten für die archäologischen Arbeiten nicht zahlen müsse, sondern der Grundstückseigentümer. Der Bürgermeister ergänzte, er schließe nicht aus, dass es beim laufenden Bau der B3-Ortsumgehung weitere archäologische Funde geben könnte.

Von Andreas Zimmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Hemmingen
doc6sl3ablqc2dml2tjizj
Feuer in Wochenendhaus in Wilkenburg

Fotostrecke Hemmingen: Feuer in Wochenendhaus in Wilkenburg