Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Geschichten und Gedichte ohne eine Pause

Hemmingen Geschichten und Gedichte ohne eine Pause

Mit mehr als 40 Gästen hat die Literaturstunde der Bürgerstiftung Hemmingen ihr fünfjähriges Jubiläum gefeiert. Koordinator Helmut Gundlach begrüßte die Gäste mit einem selbst verfassten Gedicht, blickte anschließend auf die zahlreichen Lesungen zurück und gab einige Anekdoten zum Besten.

Voriger Artikel
Miehe ist neue Vorsitzende der Grünen
Nächster Artikel
Fernsehbericht sorgt für Aufregung

Helmut Gundlach begrüßt die Gäste in der Literaturstunde im Bürgersaal.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. In der ersten Literaturstunde am 10. Mai 2011 waren neun Zuhörer zu Gast. Doch es wurden schnell mehr. Jetzt finden sich jede Woche im Bürgersaal bis zu 40 Hemminger ein, um den Lesungen zu lauschen. "Als im Winter einmal die Busse wegen der Witterung nicht fahren konnten, ist eine Frau aus Arnum zu Fuß durch Schnee und Eis zu uns gekommen", sagte Gundlach im Gespräch mit dieser Zeitung.

Ursprünglich hatten die ehrenamtlichen Vorleser geplant, die Veranstaltung ein halbes Jahr anzubieten. Jetzt sind es fünf geworden. Insgesamt gab es bisher 257 Lesungen mit rund 500 verschiedenen Themen. "Wir machen keine Pause. Nur wenn der Bürgersaal mal nicht zur Verfügung stand, ist die Literaturstunde ausgefallen", sagte Gundlach. Alle sechs Wochen trifft er sich mit den weiteren Vorlesern, um die Themen zu besprechen.

Gundlach achtet auch darauf, dass es keine Wiederholungen gibt. "Wir lesen immer nur Abschnitte aus Büchern, um neugierig zu machen", sagte er. So wurde zum Beispiel aus dem Roman Zauberberg von Thomas Mann schon mehrfach gelesen, doch immer andere Passagen. Diskutiert wird über die Literatur nicht. "Hin und wieder gibt es kurze Nachfragen, die wir auch beantworten. Doch wir verstehen uns als Vorlesekreis", sagte Gundlach.

Zurzeit besteht die Gruppe aus insgesamt neun Lesern: Dietmar Bernd, Karl Heinz Edrich, Helmut Gundlach, Gisela Hische, Kurt Jäger, Rüdiger Knorr, Gabriele Lehmberg, Brigitta Schönke und Wolfram Wallrabenstein. Sie trugen zum fünfjährigen Bestehen gemeinsam Kurzgeschichten und Gedichte vor. Begonnen wurde mit einem Brief, den Goethe seinen Werther am 10. Mai schreiben ließ. Knorr las zu Ehren von Gundlach einen selbst verfassten Text vor, der sich an die Max und Moritz-Geschichten von Wilhelm Busch anlehnte. Busch gehört zu den von Gundlach favorisierten Autoren.

Grußworte richtete auch der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Wolf Hatje, aus. "Es gibt keine andere Gruppe der Bürgerstiftung, die seit fünf Jahren regelmäßig Veranstaltungen anbietet. Das ist ein tolles Engagement", sagte er.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Hemmingen
doc6slnq62pps81faop4l5g
Kaninchen suchen ein neues Zuhause

Fotostrecke Hemmingen: Kaninchen suchen ein neues Zuhause