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Ortsumgehung verändert die Verkehrsströme

Hemmingen Ortsumgehung verändert die Verkehrsströme

Wie wird der Straßenverkehr nach dem Bau der Ortsumgehung der Bundesstraße aussehen? Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beschäftigt sich unter anderem mit dieser Frage. Das Verhalten der Autofahrer und die Verkehrsströme zur sogenannten B3neu seien aber schwer vorauszusagen, heißt es.

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Die Stadt erwartet zunehmenden Verkehr auf dem Hohen Holzweg, wenn die Ortsumgehung freigegeben wird.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Zurzeit wird der Hohe Holzweg westlich von Arnum hauptsächlich von Lieferwagen genutzt, die zu den Gewerben an der Straße fahren. Auch der städtische Betriebshof liegt am Hohen Holzweg. Doch vor allem im östlichen Teil der Straße stehen auch Wohnhäuser. Die Anwohner müssen sich möglicherweise darauf einstellen, dass der Hohe Holzweg zumindest vorläufig zu einer der Hauptverkehrsstraßen in Hemmingen wird. Denn bevor die geplante Entlastungsstraße gebaut ist, werde der Verkehr über den Hohen Holzweg zur B3neu fließen. 

Die Leistungsfähigkeit müsse deshalb durch eine Fahrbahnverbreiterung erhöht werden, heißt es in dem Entwicklungskonzept. Der nördliche Gehweg werde der Fahrbahn zugeschlagen. Ohne den Umbau sei durch das beiderseitige Parken auf der Fahrbahn ein Begegnungsverkehr bei den zu erwartenden Verkehrsstärken schwierig. Alternativ könne auch ein einseitiges Halteverbot angeordnet werden. Eine Beteiligung der Anlieger in diesen Fragen sei geplant. 

Von der Leistungsfähigkeit des Hohen Holzwegs sei es dann auch abhängig, wie viele Autofahrer aus dem Norden Arnums diese Anbindung an die B3neu nutzen oder die Alternative über die noch zu bauende Verbindung durch den Gewerbepark II. Insgesamt sei das Verhalten der Autofahrer zum jetzigen Zeitpunkt schwer vorauszusagen.

Wie die B3alt in Arnum nach der Eröffnung der Ortsumgehung gestaltet wird, ist noch offen. Ein Rückbau sei wegen der hohen Verkehrsbelastung nur bedingt möglich. Nicht vorgesehen ist, die B3alt zwischen Hemmingen-Westerfeld und Arnum zu kappen. Zwischen den beiden größten Ortsteilen der Stadt müsse eine direkt Verbindung bestehen bleiben. 

Öffentlicher Personennahverkehr

Auch die Anschlüsse an den Öffentlichen Personennahverkehr werden sich nach Fertigstellung der Ortsumgehung ändern. So soll bis 2021 die Linie der Stadtbahn bis nach Hemmingen-Westerfeld verlängert werden. Da mit einer Verlängerung der Linie bis nach Arnum mittelfristig nicht gerechnet wird, müsse eine Busverbindung über den Hohen Holzweg durch die neu zu erschließenden Baugebiete und die Bockstraße wieder zur B3alt eingerichtet werden. 

Weitere Wünsche, die auch bereits an die Region gesandt wurden, sind unter anderem eine Direktanbindung des Kulturzentrums bauhof, des Friedhofs und des Lidl-Markts an der Weetzener Landstraße sowie eine Verbesserung der Fahrtenhäufigkeit in den Abendstunden in den Ortsteilen Devese, Harkenbleck, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg.

Bereits geplant sei der Umbau von sechs bestehenden Haltestellen zu barrierefreien Haltestellen im nächsten Jahr. Damit werde dann jeder Ortsteil über mindestens eine barrierefreie Haltestelle verfügen.

Mehr zur Berichterstattung über das ISEK auf haz.li/hemmingen2025

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