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Stadt rechtfertigt Erhöhung des Essensgeldes

Hemmingen Stadt rechtfertigt Erhöhung des Essensgeldes

Die Stadt hat die Chronologie zur Vergabe der Mittagsverpflegung in den Kindertagesstätten und der Mensa der KGS veröffentlicht. Sie reagiert damit auf die Kritik an der Erhöhung des Essensgeldes. Der Arnumer Patrick Puls hat mittlerweile mehr als 90 Unterschriften gegen die Erhöhung gesammelt.

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Die Diskussion um die Kosten für das Essen in den Kindertagesstätten geht weiter.

Quelle: dpa

Hemmingen. Es war ein mehr als einjähriger Prozess, der zur Vergabe der Verpflegung in fast allen Kindertagesstätten in Hemmingen an das Unternehmen vomfeinsten mit Sitz in Pattensen führte. Im März vergangenen Jahres hat der Verwaltungsausschuss beschlossen, die Mittagsverpflegung an einen gemeinsamen Caterer zu vergeben, um eine einheitliche Qualität zu erreichen.

Da dies europaweit ausgeschrieben werden musste, nahm die Stadt die Hilfe des Unternehmens NSI Consult, einer unabhängigen Beratungs- und Servicegesellschaft, in Anspruch. Zudem hat sich die Stadt mit dem Rechnungsprüfungsamt der Region Hannover abgestimmt. Im März dieses Jahres wurde die Ausschreibung veröffentlicht. Es haben sich nur zwei Firmen beworben, vomfeinsten aus Pattensen und eine weitere aus Hannover. "Da waren wir etwas enttäuscht. Doch der Markt ist offenbar dünn", sagt Bürgermeister Claus Schacht.

Um die Angebote zu bewerten, gab es zunächst ein Probeessen, an dem Vertreter von Eltern und Schülern der KGS wie auch der Verwaltung teilgenommen haben. "Wir haben aber auch noch weitere Aspekte betrachtet, unter anderem wie das Essen zubereitet wird und wie es angeliefert wird", sagt Schacht. Die Entscheidung fiel dann auf das Unternehmen vomfeinsten, das jetzt nach und nach fast alle Tagesstätten beliefern wird.

Da das Essen des neuen Caterers rund 30 Cent teurer ist als zuvor und ein Gericht jetzt 2,90 Euro kostet, hat die Stadt beschlossen, den Beitrag für die Eltern um zwölf Euro im Monat zu erhöhen. Der Arnumer Patrick Puls kritisiert, dass dies 6 Euro mehr sind als erforderlich wäre. Schacht entgegnet, dass die Kosten für das Essen weiterhin nicht komplett gedeckt werden, da die Stadt unter anderem auch noch für Strom und Personal aufkommen muss. Die Gebühren sind seit 18 Jahren nicht verändert worden.

"Für mich sind die Erklärungen der Stadt zu oberflächlich", sagt  Puls, der juristische Schritte nicht ausschließt. Neben der aus seiner Sicht unverhältnismäßigen Erhöhung kritisiert er auch, dass die Eltern erst nach der beschlossenen Erhöhung informiert wurden. Die Stadt entgegnet, dass der Stadtelternbeirat an dem gesamten Prozess beteiligt war. Bis zum Ende der Woche wird Puls noch Unterschriften gegen die Erhöhung sammeln. Bis jetzt haben 93 Eltern unterschrieben. Puls will die Liste dann an die Stadt überreichen.

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