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Bürohaus wird zum Flüchtlingsheim

Hemmingen-Westerfeld Bürohaus wird zum Flüchtlingsheim

In einem Gebäude im Gewerbegebiet von Hemmingen-Westerfeld will die Stadt eine größere Zahl von Flüchtlingen unterbringen. Bis zu 160 Personen sollen in dem Haus wohnen. Das bestätigte Bürgermeister Claus Schacht auf Anfrage dieser Zeitung.

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In dieses Gebäude ziehen bald Flüchtlinge ein.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen-Westerfeld. Es wäre dann die größte Flüchtlingsunterkunft im Stadtgebiet. Das Bürogebäude an der Heinrich-Hertz-Straße 23 hat drei Stockwerke. Darüber war früher noch eine Kantine. Die Nutzfläche beläuft sich auf etwa 2800 Quadratmeter – etwa so groß wie ein halbes Fußballfeld.

Der Stadt stehe das ehemalige Preussag-Gebäude in der Nähe des Netto-Marktes ab April zur Verfügung, sagte Schacht. Nach einem Umbau sollen die ersten Flüchtlinge voraussichtlich im Juni einziehen. Über den Kaufpreis machte Schacht keine Angaben. Nach Informationen dieser Zeitung sollen es samt Umbau etwa zwei Millionen Euro sein.

„Das Haus ist groß genug, so dass wir dort unter anderem auch Unterrichtsräume für Sprachkurse haben und zwar nicht nur für die Bewohner des Hauses“, erläuterte Schacht. Auch der neue Koordinator der Flüchtlingshelfer, den die Stadt einstellen will, werde dort sein Büro haben, möglicherweise sogar mehr Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Das Deutsche Rote Kreuz betreue die Flüchtlinge. Ein Sicherheitsdienst werde ebenfalls beauftragt. Heute will die Stadt die unmittelbaren Nachbarn über das Vorhaben informieren.

In dem Gebäude gibt es seit mehreren Monaten einen größeren Leerstand. Eine Firma, die Hauptmieter war, ist innerhalb Hemmingens umgezogen, um sich zu vergrößern. In dem Gebäude ist zurzeit noch ein Unternehmen aus dem Rohrleitungsbau mit rund 20 Mitarbeitern tätig, das einen neuen Standort in Hemmingen oder Umgebung sucht.

Über Monate konnte die Stadt die Flüchtlinge dezentral unterbringen. Doch die Zahl derer, die nach Hemmingen kommen, ist dafür zu groß geworden. „Wir suchen aber weiterhin Wohnraum“, betonte Schacht. Wer eine Wohnung vermieten oder verkaufen will oder bereit ist, in einem Gäste- oder Messezimmer für eine begrenzte Zeit Flüchtlinge gegen eine Mietzahlung aufzunehmen, wählt die Telefonnummer (05 11) 4 10 31 99 der Stadtverwaltung oder schreibt eine E-Mail an rathaus@stadthemmingen.de.

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