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Stadt plant Infoveranstaltung zum Thema Flüchtlinge

Hemmingen Stadt plant Infoveranstaltung zum Thema Flüchtlinge

Hemmingen muss pro Jahr zwischen 400 und 600 Flüchtlinge aufnehmen – vorausgesetzt, es bleibt bei der bisherigen Zahl an Menschen, die nach Deutschland fliehen. Die Zahlen nannte Bürgermeister Claus Schacht. Für Februar oder März 2016 plane die Verwaltung eine Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge.

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Ein Wohnraum in Arnum für Flüchtlinge, kurz vor dem Bezug.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Bis dahin hat sich offenbar geklärt, in welchem größeren Gebäude die Stadt neue Flüchtlinge unterbringen werde. Vom Prinzip der dezentralen Unterbringung rückt sie ab. „Größere Unterkünfte werden in den kommenden Monaten und wahrscheinlich auch Jahren zu unserem Alltag gehören“, erklärt Schacht.

Für den Grunderwerb sind 2,4 Millionen Euro im Haushalt 2016 vorgesehen und für den Umbau gekaufter oder gemieteter Häuser 1 Million Euro. In diesem Jahr seien in Hemmingen mehr als 175 Flüchtlinge untergebracht worden. „Das ist gut gelungen“, sagte er und dankte unter anderem für die Unterstützung in der Bevölkerung. Auch der Rat dankte in seiner jüngsten Sitzung den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und der Stadtverwaltung für ihren Einsatz.

Der Rat hat jetzt zudem 20.000 Euro für eine neue Stelle des Koordinators der Flüchtlingshelfer bewilligt. Ursprünglich sollte diese Aufgabe von einem Ehrenamtlichen gegen eine Aufwandsentschädigung erledigt werden. Nachdem die Verwaltung aber die Aufgaben zusammengestellt und Vergleiche mit anderen Kommunen gemacht hatte, habe sich schnell gezeigt, dass dies weit über ein Ehrenamt hinaus gehe. Der Koordinator soll bis 2019 beschäftigt werden und sein Büro in der neuen Sammelunterkunft haben. Für die Ausstattung hat der Rat jetzt 10.000 Euro beschlossen.

2016 werden für die Flüchtlingsarbeit neue Stellen geschaffen oder verlängert:

-Für die sozialpädagogische Betreuung und Integrationsarbeit wird eine Vollzeitstelle für fünf Jahre neu geschaffen und eine bestehende um fünf Jahre verlängert. Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing macht deutlich: „Mit der Unterbringung endet die Integration nicht, sie fängt dann erst an.“

-Für die Verwaltungsarbeit wird eine Vollzeitstelle für fünf Jahre neu geschaffen und eine bestehende Halbtagsstelle für fünf Jahre verlängert.

-Für Baufragen wird eine Teilzeitstelle für ein Jahr geschaffen und eine bestehende Vollzeitstelle um ein Jahr bis Oktober 2017 verlängert.

Die zusätzlichen Personalkosten betragen insgesamt 180.000 Euro. Die Verwaltungskosten für die Antragsbearbeitung und Betreuung durch Sozialarbeiter sind von der Stadt zu tragen. Die Erste Stadträtin Regina Steinhoff erläutert: „Seitens der Region wird ein Teil des Verwaltungskostenanteils der pauschalen Kostenabgeltung laut Aufnahmegesetz an die Stadt weitergeleitet.“ Der Anteil 2016 beträgt voraussichtlich etwa 41.000 Euro. „Weiterhin hat die Region einen Zuschuss zu den Aufwendungen für die Sozialarbeiter angekündigt.“

Wer eine Wohnung vermieten oder verkaufen will oder bereit ist, in einem Gäste- oder Messezimmer für eine begrenzte Zeit Flüchtlinge gegen eine Mietzahlung aufzunehmen, wählt die Rufnummer (05 11) 4 10 31 99 in der Stadtverwaltung oder schreibt eine E-Mail an rathaus@stadthemmingen.de.

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