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Stadtverwaltung: B3-Radwegbrücke zu teuer

Hemmingen Stadtverwaltung: B3-Radwegbrücke zu teuer

Eine Radwegbrücke in Devese wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Mittlerweile sind die Kosten durchgerechnet worden. Sie betragen etwa 635000 Euro. Zu hoch, meint die Hemminger Stadtverwaltung, und schlägt deshalb vor sich von dem Vorhaben zu verabschieden.

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Die Arbeiten an der Brücke über die B3-Ortsumgehung vor Devese gehen voran. Ob die Radwegbrücke gebaut wird, ist noch unklar.  Zimmer

Quelle: Andreas Zimmer

Devese. Die neue B3-Ortsumgehung zerschneidet den sogenannten Grünen Ring, eine beliebte Freizeit-Radwegeverbindung. Von Devese aus führt die siebte Tour des Ringes durchs Calenberger Land. Die Stadt forderte vom Land den Radweg zu erhalten, doch es wehrte ab. Das Land verwies darauf, dass der Umweg über die K 221 und den Wirtschaftsweg westlich des Gewerbegebietes nur rund 400 Meter lang sei. Stattdessen südlich eine Radwegbrücke über die neue Umgehungsstraße zu bauen, sei nicht gerechtfertigt.

Die Landesbehörde errechnete nun die Kosten für eine vergleichbare Brücke. Im Hinblick auf die Ausgabe von 635000 Euro schlägt die Stadtverwaltung vor auf den Brückenbau zu verzichten, zumal es wohl auch keinen Zuschuss von der Region als Initiator des Grünen Ringes gibt. In einem Papier für den Rat, der am 15. Oktober darüber beschließen soll, schreibt die Stadtverwaltung: „Die Region erklärte, dass sie sehr wohl die Wichtigkeit der Radwegeverbindung sieht, aber derzeit keine Mitfinanzierung anbieten kann.“

Auch aus Bundestöpfen sei kein Geld zu erwarten. In der Vorlage der Stadtverwaltung heißt es weiter: „Schon beim Planungsprozess sah der Bund die zusätzliche Brücke als nicht notwendig an.“ Hinzu komme, dass die Stadt selbst bei einer Förderung immer noch 300000 bis 400000 Euro zu tragen hätte.

So soll der Radverkehr künftig über den neuen B3-Knotenpunkt geführt werden. Wer beispielsweise aus Richtung Devese zum Real-Markt fährt, muss dann durch drei Kreisel. Die Ortsgruppe Hemmingen/Pattensen im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) befürwortet den Brückenbau aus Sicherheitsgründen. Sprecher Jens Spille sagte gestern, der alltägliche Radverkehr werde ohnehin über den Knotenpunkt fließen, da die Radfahrer die schnellste Verbindung bevorzugen. „Für den Freizeitausflug aber ist die Route über die Kreisel ein Ärgernis.“ Deswegen sei genau zu untersuchen, auf welcher Seite der Radweg in dem Knotenpunkt angelegt werden sollte. Auf der südlichen Seite mag es zwar ruhiger sein, doch in Höhe des Real-Marktes müssten die Radfahrer dann auf den bestehenden Weg an der Nordseite wechseln.

Von Andreas Zimmer

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