Hemmingen. Für den Orgelbauer sind die Dokumente, die bis ins Jahr 1850 zurückreichen, jedoch von unschätzbarem Wert. „Jeder Orgelbauer, der hier mal tätig war, hat dort seine Innovationen niedergeschrieben“, sagt Georg Schloetmann von der Firma E. Hammer Orgelbau. Die Bücher seien so speziell, dass sie auf dem Kunstmarkt eigentlich nicht zu veräußern seien, erklärt der Orgelbauer. Schloetmann hofft jetzt, dass die Einbrecher die alten Handschriften irgendwo unbeschädigt zurücklassen, sodass sie wieder in seinen Besitz zurückkehren können.
Die Täter hatten sich über ein Fenster im hinteren Teil der Werkstatt Zutritt verschafft. Zielgerichtet steuerten sie offenbar auf den Tresor zu, ließen Computer und wertvolle Werkzeuge unbeachtet liegen. „Sie waren vorbereitet und hatten eine Sackkarre dabei, denn wir haben entsprechende Spuren auf dem Boden entdeckt“, sagt Georg Schloetmann. Der Orgelbauer ist vor allem schockiert von der Dreistigkeit, mit der die Einbrecher vorgegangen sind: „Während sie den schweren Tresor unbeobachtet abtransportierten, haben wir nebenan geschlafen.“
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