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Hemminger fühlt sich als Europäer

Hemmingen Hemminger fühlt sich als Europäer

Zehn Jahre hat der 79-jährige Hemminger Dietmar Berndt das Partnerschaftskomitee Hemmingen geleitet. Aus Altersgründen kandidierte er jetzt nicht erneut für den Vorsitz. Berndt blickt zurück auf die Entwicklung der Partnerschaften mit Städten in Frankreich, Polen und Schottland.

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Verbunden mit der Welt: Dietmar Bernd blickt zurück auf die Geschichte der Städtepartnerschaften Hemmingens.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. "Die Schotten legen viel Wert auf bestimmte Umgangsformen. Zum Beispiel ist jeweils passende Kleidung für Veranstaltungen viel wichtiger als bei uns", sagt Berndt. Auch der traditionelle Toast auf die Queen werde sehr ernst genommen. "Gleichzeitig sind die Schotten häufig geselliger und fröhlicher als die Deutschen", sagt der ehemalige didaktische Leiter der KGS Hemmingen. Als Mitglied des Ende der neunziger Jahre unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Claus Schacht gegründeten Partnerschaftskomitees hat Berndt sich speziell um Schottland gekümmert. Er habe auch viele private Freundschaften dort.

Doch am Herzen liegen ihm alle drei Städtepartnerschaften Hemmingens. Die älteste besteht seit Mai 1967 mit der französischen Stadt Yvetot in der Normandie. Die seit 1984 bestehende Partnerschaft mit dem schottischen Clydesdale District, deren Zentrum die Stadt Lanark ist, folgte sozusagen daraus. "Die Franzosen waren bereits mit uns und mit Clydesdale verbunden. Bei einem gemeinsamen Treffen mit Vertretern aus allen drei Städten haben wir beschlossen, dass wir sozusagen eine Dreieckspartnerschaft aufbauen", sagt Berndt. 

Die dritte Partnerschaft ging Hemmingen 2002 mit der polnischen Stadt Murowana-Goslina ein. Diese stuft Berndt als besonders wichtigen Beitrag ein, um gemeinsam in eine europäische Zukunft zu blicken. "Die Polen haben unter den Nationalsozialisten sehr gelitten. Städtepartnerschaften sind wichtig, um nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch zwischen den ganz normalen Bürger Freundschaften ohne Vorbehalte durch die Vergangenheit aufzubauen", sagt er. 

Aus Altersgründen hat der 79-Jährige jetzt nicht erneut für den Vorsitz im Partnerschaftskomitee kandidiert. Die rund 25 Mitglieder wählten Susanne Zimmermann zu seiner Nachfolgerin. Berndt bleibt allerdings Mitglied im Vorstand und wird sich auch weiterhin um den gemeinsamen Austausch kümmern. Im nächsten Jahr wird gleichzeitig das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Yvetot und das 15-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Murowana-Goslina gefeiert. "Es steht noch nicht fest. Doch ich hoffe, dass wir gemeinsam und offiziell hier in Hemmingen feiern werden", sagt Berndt.

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