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Dudler-Bau: Reaktionen der Nachbarn sind gemischt

Hemmingen-Westerfeld Dudler-Bau: Reaktionen der Nachbarn sind gemischt

Der geplante Bau von Max Dudler in Hemmingen-Westerfeld ist weiterhin Thema in der Stadt. Die Reaktionen einiger Nachbarn fallen unterschiedlich aus und reichen von „monströses Gebilde“ bis zu „sehr interessant“.

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So soll der Neubau an der B3/Weetzener Landstraße aussehen.

Quelle: Büro Max Dudler

Hemmingen-Westerfeld.  Das beste Beispiel für einen Platz in einer Stadt, auf dem man sich wohlfühlen kann? Max Dudler braucht nicht lange zu überlegen. Der Schweizer Star-Architekt schwärmt vom Rockefeller Center in New York. Eine Gebäudegruppe, zentral gelegen, moderne urbane Architektur und mit einer Plaza, die ganzjährig unterschiedlich genutzt wird. Nun ist Hemmingen nicht Manhattan, aber ähnlich wie in den dreißiger Jahren in New York soll in Hemmingen-Westerfeld architektonisch etwas völlig Neues entstehen: ein Ensemble, entworfen von Dudler, mit fünf Bürogebäuden um einen zentralen Platz, zu erreichen über vier Gassen.

Die Reaktionen in Hemmingen bisher: Kommunalpolitiker und die Stadtverwaltung befürworten den Entwurf, der vergangene Woche im Fachausschuss öffentlich vorgestellt wurde, grundsätzlich positiv. Über die Zahl der Etagen gehen die Meinungen allerdings auseinander. Dudler zufolge soll das Haus direkt an der B3/Ecke Weetzener Landstraße 13 Stockwerke haben und die anderen weniger. Im Ausschuss merkte Dudler bereits an, das es beim Hauptgebäude auch weniger als 13 Stockwerke sein könnten, doch es gehe hierbei nicht um die Höhe, sondern um die Proportionen in dem Ensemble.

Es ist bisher Dudlers einziges Projekt im Umland von Hannover. An der Schulenburger Landstraße in der Landeshauptstadt ist ein Gebäudekomplex mit Studenten- und Seniorenapartments geplant: Dudlers Handschrift ist unverkennbar. Seine Bauten stehen bereits unter anderem in Städten wie Berlin, Bremen, Frankfurt, Heidelberg, Leipzig, München und Zürich.

Einige Nachbarn des Areals in Hemmingen-Westerfeld haben von dem ehrgeizigen Projekt noch gar nichts mitbekommen. Eine Anwohnerin in einem Einfamilienhaus sagt: „Ich bin hellauf nicht begeistert.“ Rund 1000 Angestellte sollen in dem Büroensemble arbeiten. Die Anwohnerin verweist auf den Verkehr auf der Weetzener Landstraße, die nach der B3 am stärksten belastete Straße im Stadtgebiet. In dem Büroensemble ist eine Tiefgarage auf zwei Etagen mit insgesamt 350 Stellplätzen vorgesehen. Viele Mitarbeiter werden, davon gehen die Planer aus, mit der Stadtbahn kommen, die frühestens 2020 fahren wird. Der Endhaltepunkt ist dann direkt gegenüber des Büroensembles.

Uwe Zimmermann zeigt sich im Hinblick auf die Nutzung der Stadtbahn skeptisch. Er ist Inhaber des Fitness Parks und Ankermieter auf dem Gewerbegelände, auf dem der neue Gebäudekomplex entstehen soll. „Ein solches monströses Gebilde passt in Hemmingen nicht rein“, sagt Zimmermann. Er verweist zudem auf bestehende Mietverträge bis April 2024. Vorher sei der Neubau gar nicht möglich.

Dies sei bei Verträgen mit einer bestimmten Laufzeit grundsätzlich richtig, erläutert Stefan Noort, Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover, auf Anfrage dieser Zeitung. Allerdings sei zu prüfen, ob die Verträge noch weitere Klauseln enthalten.

Arthur Weber, seit wenigen Wochen neuer Betreiber des nahe gelegenen Cafés Schneeweiß in Hemmingen-Westerfeld, begrüßt das „sehr interessante“ Projekt von Max Dudler. „Es ist gut, dass an genau dieser Stelle gebaut wird“, sagt Weber. „Vielleicht ist es für Hemmingen zu modern.“ Auch wenn es in dem Büroensemble Gastronomie geben soll: Weber hofft auf viele regelmäßige Besucher aus dem Komplex in seinem Café. Auf jeden Fall entstehe ein reizvoller Kontrast: hier das Café Schneeweiß mit den Historischen Rosengärten und mit eher ländlichem Charakter und nicht weit davon eine großstädtisch geprägte Gebäudegruppe. 

Von Andreas Zimmer

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