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Ein Paradies aus Früchten und Pflanzen

Hemmingen-Westerfeld Ein Paradies aus Früchten und Pflanzen

Zuerst ist es bei Heinrich Töpfer nur die Neugier auf die Wachstumschance von Bananen in Hemmingen gewesen. Inzwischen hat sich der Garten- und Wintergartenbereich seines Hauses an der Weetzener Landstraße jedoch in ein wahres Paradies aus leckeren Früchten und schönen Pflanzen verwandelt.

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Heinrich Töpfer schaut in seinem Wintergarten, wie sich die Papayas weiterentwickeln.

Quelle: Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld. „Begonnen hat das in den achtziger Jahren bei unseren Gran Canaria-Urlauben“, erinnert sich Ehefrau Gisela Töpfer. Fasziniert von den großen Plantagen mit Bananenstauden hatte sich der ausgebildete Elektriker und Schlosser dort in Geschäften unter anderem Bananen- und Zierbananen-Samen gekauft und zu Hause im Topf ausgesät. Die Saat ging auf – und irgendwann mussten die immer größer werdenden Stauden vom Wohnzimmer in den Wintergarten wechseln, bis sie schließlich an einen Freund mit entsprechend viel Platz weitergegeben wurden.

„Vor etwa 15 Jahren haben wir einmal sogar 12 bis 14 lecker-süße kleine Bananen ernten können“, erinnert sich Heinrich Töpfer. Aktuell pflegt er seit Monaten im Garten ein rund zwei Meter großes Exemplar, das er eines Abends nicht schnell genug vor dem Nachtfrost in den geschützten Wintergarten gestellt hatte. „Aber sie erholt sich, wie man sieht“, ist der Autodidakt zuversichtlich, die Bananenpflanze noch retten zu können.

So, wie er im Wintergarten auf weitere Früchte an seiner Papayapflanze hofft, die momentan drei seit Monaten vor sich hin wachsende Früchte und zahlreiche Blüten trägt.„So eine Pflanze wollte ich schon immer mal haben. Die habe ich bei unseren zahlreichen La Palma-Besuchen auf den Kanaren immer am Rande der Bananenplantagen wachsen sehen“, begründet er seine Wahl. Nach mehreren missglückten Aufzuchtversuchen – „die sind wegen Kälte oder Feuchtigkeit immer irgendwann umgekippt“ – hatte er sich vor zwei Jahren für die besondere Sorte Berg-Papaya entschieden. „Die verträgt auch mal kurz nur 5 oder 10 Grad – und hat als Dankeschön im letzten Jahr schon Früchte getragen“, freut er sich. Aus diesen hat Gisela Töpfer damals Marmelade gefertigt. „Schmeckt total süß und richtig lecker“, schwärmt sie noch heute.

Von zahlreichen ihrer Urlaube hat sich das Hemminger Ehepaar Anregungen für den Garten geholt, ob nun von Gran Canaria, La Palma oder Teneriffa, von den Kap Verden oder aber aus Ägypten. Und so gedeihen hier Mandarinen, Pfirsiche und Pomelo, Limetten und Zitronen, Kumquats und Lorbeer. „Die Kiwis haben wir auch schon seit mehr als 20 Jahren. Die Pflanze wächst rund vier Meter pro Jahr. Aktuell sind es bisher nur wenige Früchte. Aber sonst haben wir auch schon mal 25 Kilogramm oder mehr“, freut sich Heinrich Töpfer über das gute Wachstum. „Geerntet wird sowieso erst im Oktober, vor dem ersten Frost.“ Im Gegensatz dazu fristen seine fünf Ananaspflanzen im Blumentopf momentan ein eher dekoratives Dasein.

„Mich reizen als nächstes Avocado“, möchte der Mann mit dem grünen Daumen wieder Neues ausprobieren – und pflückt mit abschätzendem Blick dabei in seinem kleinen Gewächshaus im Garten selbstgezogene Salatgurken und Tomaten. „Und wenn wir noch Erdbeeren oder Zwetschgen vom Nachbarn bekommen, wird auch das verarbeitet“, weiß Gisela Töpfer zu berichten. Nicht immer zu Fruchtsalat, Kuchen oder Marmelade, sondern auch mal zu einem leckeren Getränk. 

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Von Torsten Lippelt

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