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Entenparade im Hemminger Büntebad

Hemmingen Entenparade im Hemminger Büntebad

Matthias Heinze, Schwimmmeister im Büntebad, hat ein ganz besonderes Hobby: Er sammelt kleine Gummienten. Inzwischen besitzt er über 100 verschiedene Exemplare - und es werden immer mehr.

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Quelle: Zimmer

Hemmingen. Da lag sie verlassen: die Langhals-Gummiente im Nichtschwimmerbecken in Hannover-Misburg. Das war vor sieben Jahren, als Matthias Heinze dort Schwimmmeister war. Heinze hob das Spielzeug auf und stellte es in seinem Büro auf eine Metallkante. Nach und nach gesellten sich dort immer mehr Quietscheenten hinzu, die Besucher vergessen hatten. „Ach, Sie sammeln!“, sprachen ihn eines Tages Gäste darauf an. Sie studierten, welche Ente Heinze schon sein Eigen nennt und welche noch fehlt.

Sieben Jahre ist es her, als Schwimmmeister Matthias Heinze seine erste Quietscheente aus dem Wasser zog. Ein Badegast hatte sie im Bad vergessen. Seitdem kommen immer neue Fundstücke hinzu.

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Tage später brachten sie ihm eine mit. Als Heinze 2012 als Betriebsleiter ins Hemminger Büntebad wechselte, nahm er seine Sammlung mit, die dort stetig weiterwuchs. Inzwischen stehen mehr als 100 Gummienten in seinem Bürofenster, das von außen und innen vom Badeingang einsehbar ist. Und wieder drücken sich oft Alt und Jung die Nasen an der Scheibe platt und staunen über wohl Hemmingens größte Gummientensammlung. Ob die Hannover-96-, Indians- oder Sherlock-Holmes-Ente: Sie stehen nicht nur in Reih und Glied, sondern drehen sich auch als selbst gemachtes Mobile.

Eine Gummiente hat er von der Hemminger DLRG geschenkt bekommen. Nicht alle der herzallerliebsten Plastiktierchen sind knallgelb, aber eines verbindet alle: „Ich habe keine gekauft, alle sind gefunden, oder sie sind mir geschenkt worden“, sagt Heinze. Die Schenkenden achten darauf, dass ihr Präsent seinen Platz bekommt. „Einmal habe ich die Ente nicht gleich zu den anderen gestellt, da hat der Besucher freundlich angemerkt, dass er seine Ente in meiner Sammlung noch nicht entdeckt habe.“ Eine hat sogar LED-Lämpchen, die nach Drücken auf der Unterseite leuchten. Gibt es eine Lieblingsente?

„Es ist immer noch die erste aus Misburg“, antwortet der 49-Jährige, der in Garbsen wohnt. Wollte schon mal jemand eine Ente abkaufen? Nein, das sei noch nicht vorgekommen. Der Wert der Sammlung sei ihm auch gar nicht bekannt. Mittlerweile dürfte es weltweit Tausende von Quietscheentchen geben, habe er beim Surfen im Internet festgestellt. Den Rekord hält demnach eine Amerikanerin mit mehr als 5000 Quietscheenten. Heinzes Enten bleiben stets an ihrem Platz, bis zu dem Tag – wie zu Beginn dieser Woche –, an dem der Fensterputzer kommt. Dann muss auch einer seiner jüngsten Neuzugänge vorübergehend weichen, mit dem Heinze schon seiner Zeit voraus ist: Es ist eine Weihnachtsente.

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