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Weniger Grenzen für Eray Özer

Arnum Weniger Grenzen für Eray Özer

Mit Hilfe von 35 Bürgern aus Hemmingen und Umgebung hat die Familie Özer aus Arnum einen Wagen mit Rampe für ihren behinderten Sohn Eray kaufen können. Die Initiative "Nachbarn helfen Nachbarn" der Bürgerstiftung Hemmingen hatte vor einem Jahr einen Spendenaufruf in dieser Zeitung gestartet.

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Die Familie Özer freut sich gemeinsam über das neue Auto mit Rampe: Erays Tante Seriha (von links), Bruder Koray, Mutter Ümmihan, Eray, Schwester Elmas und Vater Cemil.

Quelle: Tobias Lehmann

Arnum. Eray Özer ist schon ganz hibbelig. "Raus?", fragt der 15-Jährige und formt mit seinen Fingern einen Fotoapparat der ausgelöst wird. Er freut sich darauf, auf der Rampe des neuen Wagens der Familie fotografiert zu werden. Eray fehlt ein Chromosom, weshalb er von Geburt an körperlich und geistig behindert ist. Er braucht ständige Betreuung, muss unter anderem gewickelt werden.

Vor einen Jahr hatte die Initiative "Nachbarn helfen Nachbarn" der Bürgerstiftung Hemmingen über diese Zeitung einen Spendenaufruf gestartet. Ziel war es, der in Arnum lebenden Familie beim Kauf eines Wagens mit einer Rampe zu unterstützen. Dies ist gelungen. "35 Bürger haben zwischen einem und 1000 Euro gespendet. Insgesamt kam ein Betrag von mehr als 5300 Euro zusammen", sagt Barbara Kiene, die die Aktion organisiert hat. Auf Initiative von Gerhard Ney, Mitglied der Bürgerstiftung, hat auch das Autohaus Renault-Ahrens den Kaufbetrag von knapp 40.000 Euro etwas reduziert. Zudem haben sich 15 Stiftungen finanziell beteiligt. Die Familie hat bundesweit mehr als 100 angeschrieben. Auch einen Eigenanteil haben die Özers geleistet. 

Der Renault bietet die Möglichkeit, Eray auf seinem Rollstuhl mit Hilfe eines integrierten Seils auf einer Rampe in das Auto zu ziehen. Die Eltern, Ümmihan und Cemil Özer, sind erleichtert. "Eray ist mittlerweile so groß geworden, dass ich ihm alleine nicht mehr in ein normales Auto helfen konnte", sagt Ümmihan. Ihr Mann ergänzt, dass auch die gesamten Planungen für Fahrten mit Eray leichter geworden sind. "In dem Auto können wir Eray sogar wickeln, wenn es nötig ist. Vorher mussten wir uns immer genau überlegen, an welchen Orten dies möglich ist", sagt er. Das Leben der fünfköpfigen Familie habe jetzt deutlich weniger Grenzen, sind sich die Özers einig. "Wir danken allen, die uns dabei geholfen haben", sagen Ümmihan und Cemil Özer. Und Eray bekommt schließlich sein Foto und lächelt glücklich.

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Eray wird unter den aufmerksamen Blicken seiner Mutter Ümmihan und seines Bruders Koray in den Wagen gezogen.

Quelle: Tobias Lehmann
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