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Erinnerungsstein steht seit 25 Jahren

Hemmingen-Westerfeld Erinnerungsstein steht seit 25 Jahren

Seit 25 Jahren weist ein Erinnerungsstein an der Dorfstraße auf die Entstehung Hemmingens hin. Aufgestellt wurde er 1991, ein Jahr nach der 850-Jahr-Feier. Zunächst allerdings auf einem Privatgrundstück, denn der Findlings war damals umstritten.

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Heimatchronist Heinz Wiegmann freut sich, dass der Gedenkstein auch nach 25 Jahren noch an seiner Stelle steht.

Quelle: Stephanie Zerm

Hemmingen. Stolz betrachtet Heinz Wiegmann den mit Algen besetzten Findling an der Dorfstraße. Er müsste dringend gereinigt werden. Aber das stört Heinz Wiegmann nicht. Für ihn zählt vor allem eines: Dass er überhaupt dort steht.

Denn die Aufstellung des Gedenksteins erhitzte damals die Gemüter. Die Auseinandersetzung ging sogar soweit, dass der Verwaltungsausschuss das Aufstellen des Steines auf dem vorgesehenen Platz neben der Erinnerungseiche an der Dorfstraße nicht genehmigte, obwohl bereits eine Feierstunde geplant und ein Fundament gegossen war.

Den Politikern gefiel es nicht, dass Heinz Wiegmann, der als Gründer des Initiativkreises "850 Jahre Dorf Hemmingen" die Aufstellung des Gedenksteines angeschoben hatte, dessen Gestaltung auch auf eigene Faust übernommen hatte. 

Stein des Anstoßes war eine Bronzetafel, die Wiegmann mit einem von ihm selbst gereimten Spruch gravieren ließ und mit seinem eigenen Namen kennzeichnen wollte.

"Der Spruch erklärt die Entstehung Hemmingens", erklärt der Heimatchronist, der die Urkunde, in der Hemmingen ("Hemmege") erstmals erwähnt wird, nach mühseliger Suche Anfang der achtziger Jahre selber entdeckt hatte.

Fast wäre damals die geplante Feier zur Enthüllung des Steines geplatzt, hätten Wiegmann und seine Mitstreiter nicht noch im allerletzten Augenblick den Eigentümer einer kleinen privaten Grünfläche, die nur drei Meter neben der ursprünglich geplanten Stelle liegt, für sich gewinnen können.

Dort wurde der Stein 1991 feierlich eingeweiht. Erst ein Jahr später, im September 1992, wurde er auf seinen ursprünglich angestammten Platz neben der Erinnerungseiche an der Dorfstraße umgesetzt. Auslöser war ein Antrag des Bürgervereins dazu. Diesem stimmte nun auch der inzwischen neu besetzte Verwaltungsausschuss zu.

In diesem Herbst steht der Stein seit 25 Jahren im alten Dorf und weist auf die Geschichte des Ortes hin. "Ich freue mich sehr, dass der Findling nach den anfänglichen Schwierigkeiten hier nun schon so lange steht", sagt Wiegmann. Darauf, den von ihm gereimten Text auf der Bronzetafel zu signieren, hatte er damals dann jedoch verzichtet.

Der einst umstrittene Text auf der Bronzetafel:

Dass er "Im 12. Jahrhundert,/ so ist es geschehen,/ erbte Rasmoda von Wunstorp ein Lehen./ Die Nonne,/ ihr Oheim Thuringus verstarb,/ durch dessen Tod seine Güter erwarb./ Sie erhielt dies Lehen/ vom Bischof von Minden./ Und hier ist Hemmege/ erstmals zu finden./ Urkundlich 1140 dies war/ - 1990 Dorf Hemmingen 850 Jahr."

Von Stephanie Zerm

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