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Hemmingen 2025: Erstes Forum am Mittwoch

Hemmingen Hemmingen 2025: Erstes Forum am Mittwoch

Das gab es in Hemmingen so noch nie: Die Stadt lädt zum Dialogforum über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) 2025 ein. Am Mittwoch, 
26. April, ist das erste Treffen in Arnum, und eine Woche später folgt der zweite Informations- und Diskussionsabend in Hemmingen-Westerfeld.

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Vielleicht einer der wichtigsten Bauflächen im Stadtgebiet: Sie befindet sich direkt an der B 3 in Hemmingen-Westerfeld. In der Nähe entsteht die Endhaltestelle der Stadtbahn.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Bürger sollen mitreden, wie die Zukunft Hemmingens aussehen soll. Wo sollen Neubaugebiete entstehen? Wie soll sich der Einzelhandel entwickeln? Welche Freizeitangebote für Jugendliche fehlen zurzeit? Diese und andere Themen werden an den beiden Abenden eine wichtige Rolle spielen. Jedermann ist dazu eingeladen. Als Grundlage dient ein Vorentwurf mit mehr als 120 Seiten. Die Stadtverwaltung hat am Montag den weiteren Ablauf erläutert. Diese Zeitung fasst die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen.

Was erwartet mich als Besucher des Dialogforums?

Zunächst einmal erhält jeder einen Klebepunkt. Mit diesem soll er auf einem Stadtplan markieren, in welchem Stadtteil er wohnt. Dadurch soll erkennbar sein, wie sich das Forum zusammensetzt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Claus Schacht hält die Verwaltung vier sogenannte Impulsvorträge, die das Wichtigste klammern und insgesamt etwa 30 Minuten dauern sollen. Anschließend gibt es zwei Diskussionsrunden, für die jeweils 20 Minuten vorgesehen sind.

Wer hält die Vorträge und worüber?

Angela Anders (Städtebauliche Planung) spricht über das Thema Wohnen und Infrastruktur. Gewerbe/Einzelhandel und Zentrenentwicklung sind das Thema von Axel Schedler. Er leitet den Fachbereich Bau und Umwelt. Über Verkehr sowie öffentliche Verkehrsmittel referiert Dietmar Juschekwitz, Leiter der Tiefbauabteilung. Den Abschluss macht Roswitha Mühe (Freiraumplanung und Gewässerunterhaltung), die sich dem Thema Natur, Grünflächen und Erholung widmet.

An welcher Stelle kann ich mich als Besucher einbringen?

Das ist in den Diskussionsrunden zu den vier Themenblöcken aus den Vorträgen möglich. Besucher können sich zwei Themen heraussuchen und diese jeweils 20 Minuten verfolgen und mitdiskutieren. Es ist aber auch möglich umherzugehen und solange in einer Diskussionsrunde zu verweilen, wie man möchte.

Wird die Diskussion auch von der Stadtverwaltung moderiert?

Nein, das übernimmt das Büro „plan zwei“ aus Hannover. Die Verwaltung legt Wert auf eine neutrale Moderation. Fachbereichsleiter Axel Schedler sagt: „Ich bin auch auf Anregungen gespannt, auf die wir nicht gekommen sind.“

Was passiert nach den beiden Dialogforen?

Einen konkreten Zeitplan gibt es nicht. Die Stadtverwaltung arbeitet die Ideen und Anregungen ein. Bei Bedarf wird es ein weiteres Dialogforum geben. Ansonsten wird das Konzept in den öffentlichen Sitzungen der städtischen Fachausschüsse vorgestellt, in denen sich Bürger erneut einbringen können. Einige andere Konzepte, die beim ISEK wichtig sind, werden zurzeit noch erarbeitet, darunter das Verkehrsentwicklungskonzept, die Pläne zum Hochwasserschutz und der Feuerwehrbedarfsplan.

Gibt es für Bürger weitere Gelegenheiten mitzuwirken?

Ja. Der Vorentwurf liegt ab Mittwoch, 26. April, bis Mittwoch, 31. Mai, öffentlich in der Bauverwaltung im Rathaus aus: montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie montags von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter der Telefonnummer (05 11) 410 31 74 oder 410 32 69 oder 410 31 12. Außerdem ist der Vorentwurf seit Mitte dieses Monats im Internet auf stadthemmingen.de abrufbar, wo er auch kommentiert werden kann.

Haben Bürger schon Vorschläge gemacht?

Der Bürgerverein Devese war der erste Verein, der eine Stellungnahme abgegeben hat – und bisher auch der einzige. Kritik und Vorschläge von Privatleuten stehen ebenfalls noch aus. 2007 gab es das letzte Papier zur Stadtentwicklungsplanung.

Wie wurde damals diskutiert?

Axel Schedler erläutert, die Diskussion im Rat endete ohne konkrete Beschlüsse. Trotzdem habe das 2007er-Papier als Leitfaden gedient, zum Beispiel beim Mehrgenerationenwohngebiet in Arnum. Konzepte zur Stadtentwicklung entstanden 2007 und davor 2001.

Warum sind mittlerweile zehn Jahre vergangen?

„Inzwischen ist klar, dass die B-3-Ortsumgehung gebaut und die Stadtbahn nach Hemmingen-Westerfeld verlängert wird“, erläutert Schedler. Dadurch lasse sich viel konkreter planen als bisher. Schedler nennt die neuen Verkehrsströme als Beispiel, die sich durch die B-3-neu und die Stadtbahn ergeben.

Wann soll das Konzept beschlossen werden?

Das soll 2018 passieren. Es bestehe aber kein Zeitdruck, macht Bürgermeister Claus Schacht deutlich.

Wann hat die Stadtverwaltung die erste Zeile fürs ISEK geschrieben?

Stadtplanerin Angela Anders zufolge war das vor etwa einem Jahr. Ein solches Konzept bedeutet viel Arbeit – beim Erstellen und in der Folge.

Wie haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung dies aufgenommen?

„Sie sehen es nicht als Pflichtaufgabe an“, erklärt Schedler, „sondern als Chance, im eigenen Bereich konzeptionell etwas Neues auf die Beine zu stellen.“

Haben die Mitarbeiter auch Visionen einfließen lassen?

Ja. Bürgermeister Schacht nennt das Haus der Bildung als Beispiel. Es könnte die Leine-Volkshochschule, die Musikschule und ein Stadtarchiv beherbergen.

Die Termine: Das erste Dialogforum beginnt am Mittwoch, 26. April, um 18.30 Uhr in der Aula der Wäldchenschule am Klapperweg 18 in Arnum. Es richtet sich in erster Linie an Einwohner aus Arnum, Harkenbleck, Hiddestorf und Ohlendorf. Denn für die Einwohner von Devese, Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg ist ein zweiter Informations- und Diskussionsabend geplant: am Mittwoch, 
3. Mai, 18.30 Uhr, in der KGS an der Hohen Bünte 4 in Hemmingen-Westerfeld. Jede Veranstaltung wird etwa zwei bis zweieinhalb Stunden dauern. Zwischendurch soll eine Pause eingelegt werden. Der Eintritt ist frei.

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