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Auf den Spuren des "Roms an der Leine"

Wilkenburg Auf den Spuren des "Roms an der Leine"

Auf den Spuren der Legionäre: Auf dem Feld nahe Wilkenburg, auf dem 2015 ein Römerlager entdeckt wurde, sind neuerdings Führungen möglich. Bei der Premiere am Samstagvormittag ließen sich Schüler aus Burgdorf und einige andere Interessierte in die Welt der Antike entführen.

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Der römische Legionär Pollux (Werner Pollak) erzählt aus dem Alltag in der römischen Armee - von der militärischen Ausrüstung bis hin zur Winterbekleidung.

Quelle: Torsten Lippelt

Wilkenburg. Im Frühjahr 2015 war hier, zwischen Wilkenburg und Arnum, bei Grabungen des Landesamts für Denkmalpflege das erste römische Marschlager in Niedersachsen und zugleich das nördlichste in der Norddeutschen Tiefebene entdeckt worden. „Eine Sensation, die europäische Aufmerksamkeit findet“, sagt Bezirksarchäologe Friedrich-Wilhelm Wulf, der vor Ort mit zahlreichen großformatigen Bildmotiven die Szenerie von einst wieder lebendig werden ließ: Auf der heute landwirtschaftlich genutzten Fläche stand auf rund 30 Hektar in den Maßen 500 mal 600 Meter ein Marschlager aus der Okkupationszeit unter Kaiser Augustus, zwischen 12 und 16 nach Christus. Das Lager bot Platz für bis zu 20.000 Legionäre und Hilfstruppen. Und von diesen fanden sich allein schon bei den Probegrabungen im letzten Jahr rund 1000 metallische Hinterlassenschaften – von Kleiderfibeln über Sandalennägel und Münzen bis hin zu Teilen vom Pferdegeschirr.

Der am Burgdorfer Gymnasium als Geschichts-AG-Leiter aktive Archäologe Alexander Mlasowsky hat nun in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Römer AG Leine (RAGL) und der Numismatischen Gesellschaft Hannover (NGH) diesen ersten Ortstermin für historisch Interessierte organisiert. Außer den vielen gezeigten Fotos gab es auch etwas zum Anfassen: Werner Pollak von der Darstellertruppe Cohors Prima Germanorum erzählte als Legionär Pollux anschaulich aus dem Leben eines römischen Soldaten. Auch ein hier erstmals verteiltes Faltblatt – finanziert von der Stadt Hemmingen – informiert von nun an über das „Rom an der Leine“.

„Wir wollen die Ausgrabungen in diesem Jahr fortsetzen, regelmäßige Führungen organisieren und die Stelle hier möglichst dauerhaft erhalten“, sagt Robert Lehmann vom Archäologischen Arbeitskreis Niedersachsen. Es bestehe immer noch die Gefahr, dass hier zukünftig von einer Firma Kies abgebaut wird. Anmeldungen für Führungen sind per E-Mail an die Adresse lehmann@acc.uni-hannover.de möglich.

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Fotostrecke Hemmingen: Auf den Spuren des "Roms an der Leine"

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Von Torsten Lippelt

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