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Feuerwehr: Bedarfsplan liegt vor

Hemmingen Feuerwehr: Bedarfsplan liegt vor

Der neue Hemminger Feuerwehrbedarfs- und -entwicklungsplan liegt jetzt vor. Aus ihm gehen interessante Details rund um Brandschutz und Hilfeleistungen bis zum Jahr 2021 hervor. Die Leine-Nachrichten fassen die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen.

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Der Feuerschutzausschuss sieht sich in Arnum die Drehleiter an.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Wie steht es um die Sicherheit in Hemmingen - ist die Feuerwehr gut aufgestellt?

Ja. Es hat sich bewährt, dass Hemmingen-Westerfeld und Arnum Stützpunktwehren sind, zum Beispiel über eine Drehleiter verfügen, sowie Devese, Harkenbleck, Hiddestorf/Ohlendorf und Wilkenburg Ortsfeuerwehren mit Grundausstattung. Eine Zusammenlegung der Feuerwehren ist also kein Thema.

Es gibt also bei Alarm auch tagsüber genügend Aktive?

Zurzeit ja. Die Verfügbarkeit von Mitgliedern von 8 bis 16 Uhr wird jedoch kritisch gesehen. Viele aktive Mitglieder arbeiten ganz woanders, können also bei einem Einsatz gar nicht schnell genug vor Ort sein. Vom Ausbruch eines Brandes bis zu den ersten Rettungsmaßnahmen dürfen laut Gesetz aber höchstens 17 Minuten vergehen. Es gibt den sogenannten Erreichungsgrad, deren Zielwert bei 95 Prozent liegt. Hemmingen erzielt sogar 97,2 Prozent.

Ein Vorschlag lautet jedoch, die Feuerwehrleute nach dem Arbeitsort- anstatt nach dem Wohnortprinzip einzusetzen. Gibt es weitere Ideen?

Ja, dazu gehören zum Beispiel Vergünstigungen mit der Ehrenamtskarte und das gezielte Werben um Einwohner mit Migrationshintergrund.

Wo gibt es Kinderfeuerwehren?

Überall mit Ausnahme von Wilkenburg. In Harkenbleck wird nach den Ferien, also im September, eine Kinderfeuerwehr gegründet. Im Bedarfsplan heißt es: „Die Jugendfeuerwehren stellen eine der wichtigsten Personalquellen der freiwilligen Feuerwehr dar.“ Deswegen soll auch das Amt des Stadtkinderfeuerwehrbeauftragten geschaffen werden.

Das Gesetz schreibt eine leistungsfähige Feuerwehr vor. Was das ist, wird aber nicht genau definiert.

Das ist richtig. Es obliegt dem Rat der Stadt, der den Bedarfsplan am 16. Juli beschließen will. Der Feuerschutzausschuss hat ihn am Mittwochabend ohne Diskussionen einstimmig befürwortet.

Warum gibt es überhaupt einen Bedarfsplan?

Mit seiner Hilfe soll überprüft werden, ob die Feuerwehr in ihrer Struktur und mit ihrer Ausrüstung alle ihre Aufgaben erfüllen kann.

Wer hat mitgearbeitet?

Feuerwehr, Stadtverwaltung und Ratsfraktionen haben eine Arbeitsgruppe gebildet.

Wann gibt es wieder einen Bedarfsplan?

Der laufende gilt seit 2011. Künftig soll er alle sechs Jahre überarbeitet werden.

Und bis zum Jahr 2021 passiert nichts?

Doch, und das muss es auch, schließlich wird in der Zeit zum Beispiel die B-3-Ortsumgehung gebaut und die Stadtbahn wird verlängert. Das Stadtkommando passt die Alarm- und Ausrückordnung den Gegebenheiten an.

Vier neue Löschautos bis 2020

Die Feuerwehr in Hemmingen hat einen Fuhrpark, mit dem sie ihren Aufgaben gerecht wird. Im Hinblick auf den Soll- und Ist-Zustand ist sie „sehr gut aufgestellt“, heißt es im neuen Feuerwehrbedarfsplan. Dennoch sind in den nächsten Jahren altersbedingt einige Fahrzeuge auszutauschen:

- 2016: Mannschaftstransportwagen in Harkenbleck und Wilkenburg.

- 2017: Löschfahrzeug in Harkenbleck.

- 2018: Löschfahrzeug in Devese.

- 2019: Löschfahrzeug in Hemmingen-Westerfeld.

- 2020: Löschfahrzeug in Arnum.

In diesem Jahr werden drei neue Fahrzeuge angeschafft. Seit Ende März steht der Mannschaftstransportwagen in Hiddestorf und in Arnum seit Anfang Juni. Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank für die Feuerwehr Wilkenburg soll Fachbereichsleiter Sven Bertram zufolge in der zweiten Augusthälfte geliefert werden. Zum Fuhrpark gehören aber nicht nur Fahrzeuge, sondern auch ein Boot. Es steht in Wilkenburg.

Verwaltung prüft einen neuen Standort im Norden

Entsteht das neue Gerätehaus der Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld an der Weetzener Landstraße im Gebiet zwischen dem Lidl-Markt nahe der B 3 und der Straße Kleines Feld? Die Stadtverwaltung wird das prüfen. Im Feuerwehrbedarfsplan wird deutlich gemacht: „Der jetzige Standort entspricht nicht mehr den Anforderungen einer Stützpunktwehr.“ Als Gründe sind unter anderem verkehrsbedingte Verzögerungen aufgeführt. Das Gerätehaus befindet sich an der Dorfstraße zwischen Wohnhäusern. Weder reiche der Platz für die Einsatzfahrzeuge noch für die Privatautos der aktiven Mitglieder bei Einsätzen.

Arnum: Für die Sanierung und den Umbau des Gerätehauses erstellt ein Architekturbüro eine sogenannte Machbarkeitsstudie. Fachbereichsleiter Sven Bertram erläuterte vor dem Fachausschuss, der sieben Meter lange Küchenwagen, der bei Veranstaltungen für die Verpflegung eingesetzt wird, werde wohl aus Platzgründen nicht in Arnum bleiben können. Im Gespräch sei der Betriebshof. n?Harkenbleck: Der Neubau einer Garage am Gerätehaus soll Fachbereichsleiter Sven Bertram zufolge bis Oktober abgeschlossen sein. Die Feuerwehr benötigt sie als Lagerfläche.

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