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Großeinsatz der Feuerwehren im Gewerbegebiet

Hemmingen-Westerfeld Großeinsatz der Feuerwehren im Gewerbegebiet

Zu einem Großeinsatz sind rund 120 Einsatzkräfte der Hemminger Ortswehren mit Unterstützung aus Laatzen und Pattensen in der Nacht zu Mittwoch ins Gewerbegebiet in Hemmingen-Westerfeld ausgerückt. Auf einem Lastwagen lief ein zunächst unbekannter Gefahrenstoff aus einem undichten Fass aus.

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Rund 120 Feuerwehrleute waren bei dem Großeinsatz in der Nacht zu Mittwoch im Hemminger Gewerbegebiet.

Quelle: Michael Mohr (Feuerwehr)

Hemmingen-Westerfeld. Die Leitstelle gab die Meldung "C,abc2" an die Einsatzkräfte um 0.07 Uhr in der Nacht zu Mittwoch heraus. Ein sogenanntes ABC-Schadensereignis ist ein Ereignis, bei dem ein gefährlicher Stoffe unkontrolliert und im noch kontrollierbaren Maße entweicht und eine potenzielle Gefahr für Menschen, Tiere, Sachwerte und Umwelt entstehen können.

Für den Großeinsatz bei der Vereinigten Papiergroßhandlungen an der Carl-Zeiß-Straße wurde zusätzlich zu den vier Hemminger Ortsfeuerwehren auch der Dekontaminationszug aus Pattensen sowie ein Gerätewagen Gefahrgut und ein Messfahrzeug aus Laatzen angefordert. Mit dem Brandabschnittsleiter des Feuerwehr-Brandabschnitts III waren rund 120 Einsatzkräfte vor Ort, teilte der Hemminger Feuerwehrsprecher Michael Mohr mit.

Wie die Helfer nach der Sondierung herausfanden, handelte es sich bei dem Stoff um giftiges und leicht entzündliches Isopropanol der Gefahrenklasse III, das aus einem auf einem Lastwagen transportierten undichten 200-Liter-Fass auslief. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Fahrer nach seiner Ankunft auf dem Firmengelände das Leck bemerkt und die Feuerwehr verständigt.

Die Helfer sicherten das lecke Fass in einem  Überfass, streuten bereits ausgelaufenen Stoff ab und nahmen ihn auf. "Es besteht keine Gefahr für die Umwelt", betonte Mohr nach der Messung. Der Einsatz war gegen 2.30 Uhr beendet.

Wie es zu dem Leck komment konnte, ist für die Ermittler noch unklar. Nach Auskunft der Polizei Ronnenberg werde der nächtliche Zwischenfall als "Betriebs-/Arbeitsunfall" gewertet. Die Gewebeaufsicht ist eingeschaltet. Ein strafrechtliches Vergehen sei nicht erkennbar. Die Firma habe sich zudem sehr kooperativ gezeigt, betonte die Polizei: "Gefahr für die Öffentlichkeit bestand zu keinem Zeitpunkt."

Weitere nächtliche Alarmierung

Noch während ihres Einsatzes im Gewerbegebiet, erreichte die Feuerwehr gegen 1.25 Uhr der nächste Alarm an der Berliner Allee. Vier Fahrzeuge wurden abkommandiert, weil am NDR-Sendemast die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Nach eingehender Prüfung der Räume wurden jedoch keine Schäden festgestellt. Die Anlage wurde anschließend mit  einem NDR-Mitarbeiter überprüft.

Von Astrid Köhler

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