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Ist ein Zebrastreifen an der K222 sinnvoll?

Harkenbleck Ist ein Zebrastreifen an der K222 sinnvoll?

Die DUH fordert in einem Antrag einen Zebrastreifen auf der K 222 in Harkenbleck. Die Stadtverwaltung hat die Autos dort jetzt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gezählt – und schätzt die Erfolgsaussichten als gering ein.

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Die DUH fordert eine Querungshilfe für Fußgänger auf der K222 in Harkenbleck.

Quelle: Tobias Lehmann

Harkenbleck. Abteilungsleiterin Andrea Malina stellte die Ergebnisse der Zählung in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses vor. Zu den Hauptverkehrszeiten fahren demnach auf der K 222 fünf Autos pro Minute mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 33 Kilometer pro Stunde. In Harkenbleck wohnen insgesamt 28 Schulkinder, von denen einige die Straße überqueren müssen, um zum Bus zu gelangen.

Der DUH-Vorsitzende Wolf Hatje hat sich morgens um 7.30 Uhr an die Straße gestellt und die Situation beobachtet. „Kinder stehen dort bis zu sechs Minuten, um die Straße zu überqueren“, sagt er. Dennoch rechnet die Verwaltung mit geringen Erfolgsaussichten. Fachbereichsleiter Sven Bertram hatte bereits in einer vorherigen Sitzung ausgeführt, dass die Region Hannover Querungshilfen meist erst anlege, wenn mehr als 200 Fußgänger pro Stunde die Stelle passierten. Diese Zahl werde in Harkenbleck nicht erreicht.

Kurt Pages (SPD), Mitglied im Verkehrsausschuss, hat sich einen Tag nach der Sitzung um 7.30 Uhr an die Straße gestellt und den Verkehr beobachtet. In dieser Zeit haben seiner Beobachtung nach nur drei Kinder und vier Erwachsene die Straße überquert. Bereits in der Sitzung sagte er: „Wenn wir ständig Anträge stellen, die keine Aussicht auf Erfolg haben, führt das auch zu Unmut bei der Region.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann ergänzte einen Tag nach der Sitzung: „Das verringert die Erfolgsaussichten von Anträgen, bei denen es wirklich darauf ankommt.“ Die SPD sehe die Situation an der K 222 als nicht so dramatisch an, was auch die Beobachtungen von Pages belegten.

Die Bündnisgrünen hingegen unterstützten den Antrag der DUH. Auch Jan Dingeldey (CDU) äußerte sich positiv. Diese Ansicht wird aber nicht von allen Fraktionsmitgliedern geteilt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulff Konze teilte einen Tag nach der Sitzung mit, dass er und die weiteren Fraktionsmitglieder eher zu der Meinung von Pages tendierten. Hatje sagte bereits in der Sitzung, dass die DUH den Antrag „definitiv nicht“ zurückziehen werde. Der Ausschuss sah den Antrag schließlich als behandelt an. Die Verwaltung will an der Straße jetzt Geräte aufstellen lassen, die das Tempo der Autofahrer anzeigen. Möglicherweise entspanne sich die Situation dadurch bereits. Die endgültige Entscheidung über den Antrag soll in der Ratssitzung am 26. Oktober fallen.

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