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Freude hilft Flüchtlingen zurück ins Leben

Hemmingen Freude hilft Flüchtlingen zurück ins Leben

Carola Freude ist Mutter, Künstlerin, Mediendesignerin, Therapeutin und engagiert sich zudem ehrenamtlich. Sie unterstützt traumatisierte Asylbewerber mit einer Kunstteraphie darin, ihre Erlebnisse zu verarbeiten.

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Gemeinsam mit dem Verein Transit plant Carola Freude gerade ein neues Projekt. 

Quelle: Müller

Hemmingen. Anfang August hat sie gerade ihre Ausstellung „Im Zweifel - Zufall!“ eröffnet, da stehen schon neue Projekte ins Haus. Um zwischendurch zur Ruhe zu kommen, hat sie ihre eigenen Entspannungsrezepte.

Schon in der Kindheit war Carola Freude vom Malen und Zeichnen begeistert. An der Kunst fasziniere sie noch heute, dass man sich eine eigene, neue Welt, ein Paralleluniversum, schaffen kann. Ihre Eltern förderten früh ihr Talent und führten sie auch an handwerkliche Arbeiten heran.

Nach ihrem Studium zur Innenarchitektin und später zur Kulturpädagogin in den 80er Jahren, absolvierte sie 1994 eine Zusatzausbildung zur Mediendesignerin, 2014 folgte eine weitere Ausbildung zur Kunsttherapeutin.

Nachdem sie 15 Jahre in einem Unternehmen fest als Grafikerin angestellt war, widmet sich Freude heute wieder mehr der analogen Welt der bildenden Künste und der Pädagogik. Nach der Eröffnung ihrer Ausstellung im Kunstkreis Laatzen plant sie schon wieder weitere Ausstellungen.

An Grundschulen führt die Künstlerin immer wieder Malprojekte durch, bei denen Kinder ohne Zensurenzwang spielerisch mit Materialien und Farben arbeiten können. Dabei lege sie Wert darauf, den Kindern viel Raum zur Entfaltung zu lassen, sagt Freude.

Zusätzlich engagiert sie sich seit diesem Jahr ehrenamtlich im Verein Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN). Dort unterstützt sie betroffene Asylbewerber mit einer Kunsttherapie. Das freie Arbeiten mit Materialien und Farben soll ihnen helfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. „Wir wollen für die Flüchtlinge Freiräume schaffen, um sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und wieder zu sich zu kommen“, beschreibt Freude ihre Arbeit. „Sie sollen Selbstbestätigung erfahren und ihre eigenen Ressourcen erkennen.“

Gemeinsam mit dem Verein Transit plant Freude gerade ein neues Projekt. Das künstlerische Angebot soll sich an Flüchtlingskinder richten und sie spielerisch mit einheimische Kindern zusammenführen. Für dieses Projekt werden noch Sponsoren gesucht.

In ihrer Freizeit entspannt sich Freude in ihrem Garten. „Ich habe einen grünen Daumen“, sagt sie lachend. Beim Säen und Pflanzen könne sie abschalten. Ihre Lieblingspflanze ist die Avocado, ein ganzer Baum ziert den Flur im Obergeschoss ihres Hauses. Ansonsten mache sie Yoga, fügt sie hinzu. Dabei komme sie am Besten zurück auf den Boden.

von Carolin Müller

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