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Gefahrenpunkte sollen entschärft werden

Hemmingen Gefahrenpunkte sollen entschärft werden

Welches sind die zehn gefährlichsten Stellen für Radfahrer im Hemminger Stadtgebiet? Darüber wird am Mittwoch, 20. September, bei einem internen Gespräch im Rathaus diskutiert, an dem Vertreter von Stadt, Region, Polizei, ADFC und ADAC teilnehmen. Dazu eingeladen hat die Stadt.

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Sprecher Jens Spille (rechts) tauscht sich mit weiteren ADFC-Mitgliedern im Mehrgenerationenhaus in Pattensen aus. 

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Es soll auch nach Lösungen gesucht werden, wie die Gefahrenpunkte entschärft werden können. Die Top 10 der gefährlichsten Stellen rührt aus der politischen Diskussion von vor etwa einem Jahr her. Die SPD hatte beantragt den Real-Markt-Kreisel sicherer zu machen und die CDU forderte daraufhin, es dabei nicht zu belassen.

Die Ortsgruppe Hemmingen/Pattensen im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt das Gespräch, lautet doch eine ihrer Forderungen die Straßen in Hemmingen für Radfahrer sicherer zu machen. Aus Sicht der Ortsgruppe sind die Bedürfnisse von Radfahrern noch viel zu wenig im Bewusstsein der meisten Verkehrsteilnehmer angekommen. "Wir sollten noch viel radikaler auf uns aufmerksam machen. Denn wir haben keinen Airbag und keine Knautschzone", sagte ADFC-Mitglied Udo Scherer in der jüngsten Clubsitzung in Pattensen. Die Infrastruktur müsse für Radfahrer "massiv verbessert" werden. Scherer nannte den Straßenverkehr in Holland als gelungenes Beispiel für einen sicheren Fahrradverkehr.

Doch für Scherer müsse nach dem Gespräch im Rathaus ein weiterer Schritt folgen, indem die Bevölkerung auf die Problematik aufmerksam gemacht wird. So werden vermutlich nicht alle Verkehrsteilnehmer auch alle aktuellen Regeln für den Straßenverkehr kennen, waren sich die ADFC-Mitglieder einig. Scherer schlug vor, mit einem selbst gedrehten Video für das Internetportal Youtube auf spezielle Orte in Hemmingen aufmerksam zu machen. Auch Faltblätter könnten erstellt und verteilt werden. 

Der ADFC kündigte zudem an, sich die geplanten Vorfahrtsregeln zu den zwei Kreiseln an der B3-Ortsumgehung genau anzuschauen. "Sobald der Entwurf vorliegt, werden mehrere Mitglieder von uns diesen prüfen und dazu Stellung nehmen", sagte Sprecher Jens Spille, Sprecher der Ortsgruppe. 

Fahrradwerkstatt: Positives konnte Dirk Härtel aus der Ende des vergangenen Jahres eröffneten Fahrradwerkstatt in der Flüchtlingsunterkunft an der Heinrich-Hertz-Straße in Hemmingen-Westerfeld vermelden. "Wir haben bisher etwa 100 Räder gegen eine kleine Spende abgegeben und rund 500 Räder repariert", sagte er. Rund 90 Prozent der Kunden seien Flüchtlinge. "Die restlichen zehn Prozent sind Hemminger, denen das Angebot auch zur Verfügung steht", sagte Härtel. Die Fahrradwerkstatt hat jeden Dienstag von 17.30 bis 19 Uhr geöffnet. "Wir würden gerne noch einen weiteren Tag in der Woche öffnen. Der Bedarf ist da, doch uns fehlt das Personal", sagte Härtel. Wer sich engagieren möchte, meldet sich bei ihm unter der Telefonnummer (05 11) 4 10 47 49.

Noch dieses Jahr soll zudem ein Parcours für Radfahrer auf dem Hof des Geländes installiert werden. "Es soll eine Mischung aus einem Lern- und Spaßparcours werden", sagte Härtel. Der Parcours wird Teil der Hofgestaltung, die jetzt beginnen soll. Der ADFC hat sich mit mehreren Institutionen darüber abgestimmt, die ebenfalls mit weiteren Ideen zur Gestaltung des Hofs beitragen wollen. 

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