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Grüne: Stadt steht vor enormer Belastung

Wilkenburg/Arnum/Harkenbleck Grüne: Stadt steht vor enormer Belastung

Hemmingens Ratsfraktionen sehen die Lage realistisch: Der Kiesabbau voraussichtlich ab nächstem Jahr im Dreieck zwischen Wilkenburg, Arnum und Harkenbleck wird nicht zu verhindern sein. Es gehe jetzt darum, die Folgen so gering wie möglich zu halten. Zehn Jahre lang soll der Kies auf Lastwagen abgefahren werden.

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Ein Spaziergang durch die Feldmark wird für Anwohner und Spaziergänger bald nicht mehr möglich sein. Die Felder vor Wilkenburg werden zum Kiesabbaugebiet.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. „Wer immer mehr Umgehungsstraßen bauen will, darf sich nicht wundern, dass Kies abgebaut werden muss“, sagt Jürgen Grambeck, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen, im Hinblick auf den Bau vieler solcher Trassen im Land. Mit der B-3-Ortsumgehung entstehe eine vor der eigenen Haustür. Grambeck warnt vor einer „enormen Belastung“ für Hemmingen: Im schlimmsten Fall gebe es mit der B-3-Umgehung, der Stadtbahnverlängerung, dem Deichbau und dem Kiesabbau vier Großbaustellen gleichzeitig. Die Lastwagen mit dem Kies werden vor allem zwei Richtungen ansteuern: die B 3 und die Hildesheimer Straße. „Auch wenn wir alles versucht haben, den Abbau zu verhindern: Für die kritische Stellungnahme der Stadt muss nochmal alles in die Waagschale geworfen werden“, sagt Grambeck und berichtet, die Grünen seien bereits von Bewohnern auf das Thema angesprochen worden. Es sei ungünstig, dass die Region ausgerechnet in den Sommerferien mit der öffentlichen Auslegung der Planunterlagen begonnen habe.

Bürgermeister Claus Schacht (SPD) zufolge hat die Region jetzt die von der Stadt beantragte Fristenverlängerung für ihre Stellungnahme genehmigt. Anstatt dem 2. Oktober sei es nun der 15. Oktober, der Tag der nächsten Ratssitzung. Den Beginn der Auslegung in den Sommerferien kritisiert auch CDU-Fraktionschef Ulff Konze. Den von der Region gewählten Zeitpunkt bezeichnet er als „unmöglich“. Der Rat müsse jetzt genau prüfen, wie die Belastungen durch den Kiesabbau möglichst gering zu halten sind.

Letzteres befürwortet auch Jens Beismann, Fraktionsvorsitzender der SPD, und nennt den Lastwagentransport sowie den Lärmschutz als Beispiele. Da der Kiesabbau im Raumordnungsprogramm bereits festgesetzt ist, seien die „Handlungsmöglichkeiten für die Stadt sehr gering“. Die Auslegung in den Ferien sei ungünstig. Auch wenn nach dem Abbau Baggerseen bleiben: „Wir haben langsam genug davon. Der Streifen zwischen Hemmingen und Hannover ist durchlöchert.“

Wolf Hatje, Fraktionsvorsitzender der DUH, erklärt, die Diskussion der Unabhängigen über das Thema sei noch nicht abgeschlossen.

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