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„Fluchtlinien“ zum Nachdenken im Rathaus

Hemmingen-Westerfeld „Fluchtlinien“ zum Nachdenken im Rathaus

Viele neue Gesichter sind für die nächsten rund zwei Wochen im Rathaus Hemmingen am Marktplatz zu sehen. Es sind 27 Portraitfotos von Flüchtlingen aus dem Sudan, aus Syrien und Iran.

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27 Fotos - 27 Portraits: Der hannoversche Künstler und Fotograf Günter Lietzmann zeigt im Hemminger Rathaus Flüchtlingsgesichter und ihre Schicksale.

Quelle: Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen haben sie alle in oder bei Hannover gelebt. „Die meisten Fotos sind im Sommer letzten Jahres im Campdorf beim Pavillon am Raschplatz entstanden. Ein paar wenige sind älter und zeigen ehemalige Schüler von mir, die auch einen Flüchtlingshintergrund haben“, beschreibt der Künstler und Fotograf Günter Litzmann seine Arbeiten.

Der frühere Lehrer an der IGS Roderbruch hatte nach einiger Zeit des Flüchtlingskontaktes angefangen, diese zunächst „als Zeichen meiner Wertschätzung“, im Zeltdorf zu fotografieren. Über die beim Thema Flüchtlinge engagierte Mechthild Dortmund entstand dann die Idee zu einer Ausstellung, mit informativen Texten zu jedem einzelnen der Abgebildeten.

„Dies ist nun die achte Station. Wir waren bereits in Kirchen, der MHH und auch in Bildungszentren“, blickt Lietzmann zurück – und voraus „auf Buchungen der Ausstellung bis zum Jahresende.“ In der Kombination der Portraits aus Foto und persönlicher Fluchtgeschichte sieht der Fotograf die Möglichkeit, „zum Thema Flucht auch diejenigen zu erreichen, die sich sonst nicht davon angesprochen fühlen.“

„Für uns ist das eine ganz besondere Ausstellung. Nicht nur, weil es die Kunstform Foto statt Gemälde ist, sondern dazu auch zu einem aktuellen Thema“, sieht Stadt-Pressesprecherin Alexandra Jaeger interessante Möglichkeiten für die Bürger, hier miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Ausstellung in den Fluren und im Ratssaal ist bis zum 1. Juli montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, sowie zusätzlich montags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr, zu besichtigen.

Von Torsten Lippelt

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