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Hemminger hilft Hungernden in Afrika

Hemmingen Hemminger hilft Hungernden in Afrika

Während sich viele Menschen in Deutschland für Flüchtlinge engagieren, versucht der Hemminger Friedrich Wolter, Menschen in ihrer Heimat zu helfen. Mit seiner Stiftung will er Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe in den nächsten drei Jahren mit 100 000 Euro unterstützen.

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Der Hemminger Friedrich Wolter (links) unterstützt Peter Schaumberger von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. Gemeinsam sehen sie sich Bilder von Hilfsmaßnahmen an.

Quelle: Stephanie Zerm

Hemmingen. „8,2 Millionen Menschen sind in Äthiopien von Hunger bedroht“, sagt Peter Schaumberger von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe Menschen für Menschen. Wegen der anhaltenden Dürre seien die Felder vertrocknet. Bauernfamilien im Norden und Osten des Landes seien von verheerenden Ernteausfällen betroffen. Die Situation in weiten Regionen Äthiopiens sei bedrohlich. „Am meisten leiden die Kinder“, sagt Schaumberger. Bei ihnen führe der Hunger zu langfristigen körperlichen Schäden.

Menschen für Menschen habe daher ein Nothilfeprogramm gestartet und versorgt die Hungernden vor Ort mit Getreide, Hülsenfrüchten und Pflanzenöl. Schwangere und Kinder erhalten auch Nahrungsergänzungspräparate.
Schaumberger geht davon aus, dass auf Europa eine weitere Flüchtlingswelle aus Äthiopien zurollen wird, wenn sich die Lage in dem Land weiter verschlechtere. Von 25 Euro könne sich ein Mensch in Äthiopien zwei Monate lang ernähren, erläutert er. In Deutschland seien die Versorgungskosten für Bedürftige um ein Vielfaches höher.

„Wenn wir diese Probleme nicht nach Deutschland holen wollen, müssen wir jetzt aktiv werden“, sagt der Hemminger Friedrich Wolter. Daher unterstützt er mit seiner Stiftung künftig Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. 25 000 Euro hat der 80-Jährige als Soforthilfe aus den Rücklagen der Stiftung für die Menschen in Äthiopien zur Verfügung gestellt.

Und das soll noch längst nicht alles sein. Innerhalb der nächsten drei Jahre will die Friedrich-Wolter-Stiftung, die bereits Hilfsprojekte in Rumänien, Ghana und Peru fördert, der Organisation 100 000 Euro für ihre Projekte in Afrika zur Verfügung stellen. Das Geld soll im District Dano, in dem etwa 115 000 Menschen leben, unter anderem für die Gewinnung von sauberem Trinkwasser, die Erntesteigerung und den Ausbau des Gesundheitswesens verwendet werden. „Wir wollen die Fluchtursachen bekämpfen und den Menschen in ihrer Heimat ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben ermöglichen“, sagt Schaumberger.

Von Stephanie Zerm

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