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Kritik an Grünen-Vorwürfe gegen Landwirte

Hemmingen Kritik an Grünen-Vorwürfe gegen Landwirte

Pflügen auch in Hemmingen Landwirte Randstreifen von Äckern um? Die kritischen Worte der Bündnisgrünen stoßen wiederum auf Kritik. Die Stadtverwaltung kann die Beobachtungen der Grünen nicht bestätigen, die CDU weist Vorwürfe gegen Landwirte generell zurück.

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Werden die Randstreifen neben landwirtschaftlichen Flächen in Hemmingen schmaler, so wie es die Grünen jetzt festgestellt haben?

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Erst vor wenigen Tagen haben Naturschützer des BUND eine Statistik vorgelegt, nach der in drei Bereichen der Region Hannover die Seitenränder an landwirtschaftlichen Flächen schmaler geworden sind. Betroffen ist unter anderem Pattensen, wo laut BUND 4600 Quadratmeter umgepflügt worden sein sollen. Trifft das auch auf Hemmingen zu? Die Bündnisgrünen befürchten das und sehen als Grund, "dass einige Landwirte die Randstreifen als Ackerfläche mitbenutzen".

Die Hemminger Stadtverwaltung teilt diese Einschätzung nicht - zumindest hätten Mitarbeiter der Verwaltung keine Veränderungen festgestellt, heißt es im Rathaus. Konkrete Messungen lägen allerdings nicht vor: Der Stadt stehen lediglich Luftbilder aus dem Jahr 2013 zur Verfügung. Ob der dort abgebildete Zustand auch heute noch gilt, steht demnach nicht fest.

Belastbare Daten ließen sich nur mit neuen Vermessungen ermitteln, die vom jeweiligen Auftraggeber bezahlt werden müssten, sagt Bürgermeister Claus Schacht. Allerdings gebe es regelmäßig Feldbereisungen, zu denen Vertreter der politischen Parteien, des Nabu und der Landwirte eingeladen sind - die nächste am 10. Juni. "Die Grünen haben schon lange nicht mehr daran teilgenommen", sagt Schacht.

Die Verwaltung stimmt den Grünen zu, dass die Stadt über die Gestaltung der Wegeränder entscheiden sollte. Ein umfassendes Gestaltungskonzept gibt es nicht. Dies wäre nur mit hohem Aufwand zu erstellen, was mit den Personalressourcen des Rathauses zurzeit nicht umsetzbar sei. Die Stadt weist zudem darauf hin, dass die Seitenränder der Wirtschaftswege grundsätzlich nicht von Landwirten genutzt werden sollten, es hier aber ein "vielfältiges Konfliktpotenzial" gebe. So seien blühende Wegestreifen und Feldhecken zwar ein Idealbild; doch durch eine  intensive landwirtschaftliche Nutzung sei nicht zu verhindern, dass Dünge- und Spritzmittel eingesetzt werden, die auch Einfluss auf die Pflanzen auf den Seitenrändern haben. 

Auch die CDU-Fraktion äußerte sich zu dem Thema. "Die Kritik der Bündnisgrünen ist nicht in Ordnung. Die Landwirte gehen verantwortungsvoll mit den Flächen um", meint der Fraktionsvorsitzende Ulff Konze. Vielmehr tragen die Landwirte durch Aktionen wie das Anpflanzen von Bäumen, Büschen und Blumen zur Landschaftsgestaltung in Hemmingen bei. Die gute Zusammenarbeit der Stadt mit den Landwirten sollte nicht durch Misstrauen gefährdet werden, sagte Konze.

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