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In der KGS herrscht schon heute Raumnot

Hemmingen In der KGS herrscht schon heute Raumnot

Zusätzliche Schüler, zu wenig Klassenräume: So sieht die Prognose für die Hemminger KGS aus. Schon jetzt gibt es dort sogenannte Wanderklassen. „Auch in den drei Grundschulen ist die Raumsituation ausgereizt“, sagt Walburga Gerwing, Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung.

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Großer Komplex, trotzdem zu wenig Räume: die KGS in Hemmingen-Westerfeld.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Nach den Berechnungen einer neuen Bertelsmann-Studie wird es in Deutschland etwa eine Million Schüler mehr geben als in offiziellen Prognosen erwartet. Durch steigende Geburtenzahlen und verstärkter Zuwanderung drohe nicht nur ein Engpass bei Lehrern, sondern auch an Gebäuden.

„Die KGS leidet schon jetzt“, sagt Gerwing. Mangels Klassenräumen gebe es bereits mehrere Wanderklassen. Die Raumnot ist auch Thema im Stadtentwicklungskonzept 2025, über das zurzeit in Hemmingen diskutiert wird. Darin heißt es: „Im Schuljahr 2019/20 wird kein reguläres Abitur sein, weil der jetzige achte Jahrgang erstmals wieder nach 13 Schuljahren, also 2021, Abitur machen wird. 2020 gehen also keine Abiturienten von der Schule ab. Dadurch wird es vermutlich ab dem Schuljahr 2020/21 zu schwierigen Bedingungen bei der Raumkapazität kommen.“

Würde die Stadt neue Baugebiete ausweisen, kämen weitere Schüler hinzu. „Als Lösung muss die Schule im gleichen Umfang auf die Aufnahme auswärtiger Schüler verzichten“, heißt es dazu in dem Konzept. Die meisten Schüler kommen aus Hannover. Auch für Sprachlernklassen für Flüchtlinge werden mehr Räume benötigt. Die KGS hat heute unter anderem mehr als 50 allgemeine Unterrichtsräume und fast 30 Fachräume.

In den drei Grundschulen im Stadtgebiet reichen die Räume zurzeit aus. „In Hiddestorf gibt es 4 Klassen und vier Räume“, erläutert Gerwing. „Doch auch in Arnum und Hemmingen-Westerfeld ist kaum Spielraum.“ Mit dem neuen Schuljahr beginnt die Stadt ihre einjährige Probephase beim außerschulischen Ganztagsangebot. Pädagogen der Stiftung Help betreuen Erstklässler in Arnum, Hemmingen-Westerfeld und Hiddestorf in einer bis drei Gruppen im jeweiligen Schulgebäude.

Wie es im Schuljahr 2018/19 mit dem Ganztagsangebot weitergeht, hängt auch von den Ergebnissen einer Elternbefragung ab, die die Stadtverwaltung zurzeit auswertet. Sie sollen in einer öffentlichen Sitzung des Fachausschusses Anfang September vorgestellt werden, kündigt Gerwing an. Somit könne gegebenenfalls der Antrag, die Grundschulen in Ganztagsschulen umzuwandeln, rechtzeitig gestellt werden. Im Stadtentwicklungskonzept heißt es dazu: „Räumlich führt dies nicht zu Schwierigkeiten, weil die jetzt als Hort genutzten Räume dann dafür zur Verfügung stehen.“

In der Grundschule Hemmingen-Westerfeld bewegen sich die Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2022/23 – so weit reicht die Planung - zwischen 271 und 282 pro Schuljahr – immer vorausgesetzt, es werden keine neuen Baugebiete ausgewiesen. In der Schule in Arnum bewegen sich die Zahlen zwischen 314 und 333 sowie in Hiddestorf zwischen 81 und 92. Mit dem Ausweisen neuer Wohngebiete kämen laut Berechnung der Verwaltung in Hemmingen-Westerfeld pro Jahrgang 10 bis 11 Kinder hinzu, in Arnum 13 bis 14 und in Hiddestorf 2 bis 3.

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