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B3-neu bleibt Aufregerthema

Hemmingen B3-neu bleibt Aufregerthema

Die B3-Ortsumgehung in Hemmingen ist eines der großen Themen dieser Woche gewesen. Auslöser war ein Fernsehbericht des NDR mit Ratsfrau Ulrike Roth (Bündnisgrüne) und Burkhard Lange, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative „Wer Straßen sät, wird Autos ernten“. Auch in sozialen Netzwerken wurde daraufhin kontrovers diskutiert. Die Leine-Nachrichten fassen die Diskussion der vergangenen Tage in Fragen und Antworten zusammen.

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Schild Bundesstraße 3

Quelle: R

Hemmingen. Warum gab es so viel Wirbel? Die Umgehungsstraße wird doch schon gebaut.

Dass in der TV-Sendung überwiegend kritische Stimmen zu hören waren, hat die Befürworter der B3-neu auf den Plan gerufen. Die Sensibilität ist immer noch groß, obwohl das Thema die Hemminger seit Jahrzehnten bewegt. Die einen freuen sich auf mehr Ruhe vom Durchgangsverkehr oder darauf, dass sie kreuzungsfrei nach Hannover und zurück fahren können. Für die anderen wird ein für heutige Verhältnisse überdimensioniertes, teures Straßenmonstrum gebaut, mit dem viele Grün- und landwirtschaftliche Flächen verschwinden.

Ist die Mehrheit der Hemminger gegen den Bau der Ortsumgehung?

Die Zahl der Kritiker lässt sich nicht genau beziffern. Die Aktion Pro B3 hat diese Woche einen offenen Brief an den NDR verfasst. Darin verweist die Initiative darauf, dass bei der Kommunalwahl 2011 die Parteien, die den Bau einer Ortsumgehung befürworteten, gemeinsam drei Viertel der abgegebenen Stimmen erhielten.

Werden denn überhaupt so viele Autos auf der Umgehungsstraße fahren?

Die Richtlinien für eine vierspurige Umgehungsstraße sehen eine Verkehrsbelastung von 20.000 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden vor. Die Befürworter verweisen auf jüngste Verkehrszählungen in Hemmingen-Westerfeld mit etwa 26.000 Fahrzeugen.

Wird der Verkehr auf der Umgehungsstraße nicht schneller fließen als auf der jetzigen B3?

Hierbei gehen die Meinungen auseinander. Kritiker behaupten, die Autofahrer seien dank der Ortsumgehung künftig schneller im Stau in Hannover. Welchen Belastungen ein Ortszentrum ausgesetzt ist, wenn es keine Umgehung gibt, hat sich bei der Sanierung der Umgehung in der Nachbarstadt Pattensen im Sommer 2014 gezeigt: Verstopfte Straßen, lange Staus und genervte Autofahrer – längst nicht nur zu Zeiten des Berufsverkehrs. Hinzu kommt: Durch die Ortsumgehung wird Platz geschaffen für die verlängerte Stadtbahnlinie – zwar nicht wie geplant bis nach Arnum, aber immerhin bis Hemmingen-Westerfeld.

In der Diskussion ist immer von der Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) die Rede. Was ist mit dem Abgeordneten Matthias Miersch (SPD)?

Auch er hatte im Vorfeld des ersten Spatenstichs die Behauptung einer Bürgerinitiative zurückgewiesen, dass die Finanzierung der B3-neu „am Bundestag vorbei klammheimlich durchgepeitscht wurde“. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe, erst nachdem der Etat 2014 im Juli beschlossen war, einen Haushaltsvermerk mit der Priorisierung von Projekten gemacht, darunter die B3. Flachsbarth erläuterte, dazu sei das Ministerium vom Haushaltsausschuss ermächtigt worden. Miersch sagte damals, die B 3 sei nie Thema im Bundestag gewesen, denn solche Einzelprojekte würden in Ausschüssen und Ministerien vorbereitet

Warum wurde überhaupt der offizielle Spatenstich nach Arnum verlegt?

Ursprünglich war er an der Max-Planck-Straße in Devese geplant, weil dort das erste Brückenbauwerk der Trasse entsteht. Doch es gab Proteste, vor allem aus Devese. Die Landesbehörde für Straßenbau verlegte den Spatenstich auf den Parkplatz des Arnumer Freibades, weil dort in der Nähe eine Kreuzung geplant ist. Am Termin, dem 8. Dezember, änderte sich nichts.

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