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Römerlager auf Wilkenburger Feld entdeckt

Sensationsfund Römerlager auf Wilkenburger Feld entdeckt

Der ab nächstem Jahr geplante Kiesabbau in Wilkenburg wird sich verzögern. Nach HAZ-Informationen haben Archäologen auf dem Gebiet ein Römerlager entdeckt. Genauere Informationen will das Landesamt für Denkmalpflege und die Universität Osnabrück am Donnerstag geben.

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Auf den Feldern vor Wilkenburg wurden bei Grabungen römische Funde gemacht.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Bei dem Römerlager aus der Zeit um Geburt Christi handelt es sich um das erste dieser Art, das in Norddeutschland gefunden wurde. Die Anlage ist rechteckig und soll etwa 30 Hektar groß sein – also sogar größer als das geplante Kiesabbaugebiet. Bei den Grabungen wurden unter anderem Sandalennägel und Kupfermünzen gefunden.

Der Fund war bereits am Dienstag bekannt geworden.Wo genau sich das Lager befindet und um welche Fundstücke es sich handelt, wollten die Experten des Landesamts für Denkmalpflege aber noch geheim halten. Archäologen hätten aus der Luft seit Längerem eine rechteckige Grabenanlage östlich der Leine wahrgenommen, die sie als Römerlager gedeutet hatten, erklärten die Denkmalschützer. Jetzt hätten Ausgrabungen des Landesamts und der Uni Osnabrück diese Vermutung bestätigt. 

Der Hemminger Rat befasst sich am Donnerstag mit dem Thema Kiesabbau und diskutiert über die offizielle Stellungnahme der Stadt zu dem Planverfahren. Die Stadt lehnt das Vorhaben ab. Sie kritisiert unter anderem fehlende Gutachten und verweist darauf, dass Hemmingen beim Kiesabbau schon überproportional belastet sei.

Ursprünglich war geplant im Dreieck zwischen Wilkenburg, Arnum und Harkenbleck ab 2016 für etwa zehn Jahre Kies abzubauen. Das Kieswerk soll auf den heutigen Wiesen und Feldern entstehen. Die Firma Holcim hatte bei der Region Hannover die Planfeststellung beantragt. Am Ende sollen zwei Baggerseen entstehen.

Von Andreas Zimmer

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