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Escaperoom-Tür geht erst nach 60 Minuten auf

Hemmingen-Westerfeld Escaperoom-Tür geht erst nach 60 Minuten auf

Die Stadt Hemmingen hat eine neue Attraktion: Es sind zwei von der Jugendpflege entworfene Rätselräume, genannt Escaperoom. Gruppen von bis zu fünf Teilnehmern werden eine Stunde in einen der beiden Räume gesperrt und müssen zahlreiche Rätsel lösen, bevor sich die Tür wieder öffnet.

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Der FSJler Jakob Lindemann und Jugendpfleger René Döpke stellen den Escaperoom "Das Labor" vor.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen-Westerfeld. Mehrere Monate hat die Jugendpflege gebastelt und Rätsel entworfen. Jetzt ist der erste Escaperoom mit dem Titel "Das Labor" fertig. Der zweite heißt Detektivraum und steht kurz vor dem Abschluss. "In Hannover gibt es bereits verschiedene Räume dieser Art, die wir mit Jugendlichen auch schon besucht haben", erläutert Jugendpfleger René Döpke. Sein Vorschlag, zwei solcher Räume im Keller des Jugend-Kultur-Hauses, Hohe Bünte 6, in Hemmingen-Westerfeld aufzubauen, stieß bei den Jugendlichen auf Begeisterung.

Die erste Version des Labors war allerdings zu anspruchsvoll. Das zeigten mehrere Probedurchläufe. "Wir haben die Rätsel dann etwas vereinfacht", sagt Döpke. Er empfiehlt für das Labor ein Mindestalter von 14 Jahren, für den Detektivraum ein Alter ab zehn Jahren. Das Labor kann bereits auf der Internetseite www.jugendpflege-hemmingen.de für 25 Euro gebucht werden. 

Dass in den beiden Räumen auch Erwachsene ihren Spaß haben können, zeigt ein Selbstversuch. Unser Mitarbeiter Tobias Lehmann hat sich gemeinsam mit zwei weiteren Journalisten und Alexandra Jaeger, der Pressesprecherin der Stadt Hemmingen, in den Escaperoom einschließen lassen. Hier beschreibt er seine niederschmetternden Erfahrungen beim erfolglosen Versuch, die Welt vor dem Austreten eines Gases zu retten, das alle Menschen einschläfert:

"Die Story ist simpel. Wir werden in einen Raum gesperrt und müssen verhindern, das das imaginäre Schlafgas ausströmt. Dafür müssen wir zahlreiche Rätsel lösen. Und die sind alles andere als simpel. Jugendpfleger René Döpke beobachtet uns von außen durch die installierte Kamera und gibt uns durch ein Funkgerät kleine Hilfen. Drei Tipps dürfen wir offiziell in Anspruch nehmen. Wir brauchen mehr.

Zahlenschlösser müssen geöffnet werden. Doch überall in diesem Raum sind Zahlen versteckt! Immer wieder geht der Blick zur Uhr, die die ablaufende Zeit anzeigt. Unsere Blicke irren hektisch durch den Raum. Welche Hinweise sind wichtig, welche führen ins Nichts? Nach rund 20 Minuten sagt Jaeger mit gespielter Verzweiflung: 'Wir schaffen das nicht. Ich will hier raus.'

Döpke hatte zuvor darauf hingewiesen, dass Dinge, auf denen ein Totenkopfaufkleber ist, nicht berührt werden sollen. Dennoch können sie für das Spiel wichtig sein. Jaeger hält sich nicht daran und reißt einen Teil des Inventars aus der Verankerung. Damit haben wir das Rätsel nicht auf die geplante Weise gelöst, sind aber trotzdem einen Schritt weiter.

Die beiden anderen Journalisten und ich verzweifeln derweil vor dem Periodensystem. Welche der Zahlen darauf geben nochmal die Masse an? Schließlich kommen wir langsam voran. Nur noch ein Schloss. Die Anzeige auf der ablaufenden Uhr wird rot. Noch 60 Sekunden. Von draußen ruft Döpke: 'Ihr habt doch die Zahl X.' Nein, wir haben zwei Zahlen X. Und was sollen wir damit anstellen? Dann ist es vorbei, die Zeit ist abgelaufen. Es war knapp, immerhin."

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