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Neue Vikarin verbindet Religion und Kunst

Wilkenburg Neue Vikarin verbindet Religion und Kunst

Die St. Vitusgemeinde in Wilkenburg und Harkenbleck hat eine neue Vikarin: Die 29-jährige Julia Vera Jüttner freut sich auf den praktischen Teil der Ausbildung zur Pastorin. Die St. Vituskirche hat sie schon in ihr Herz geschlossen. "Es ist großartig, dass hier so viele Kunstwerke sind", sagt sie.

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Julia Vera Jüttner freut sich auf ihre Arbeit als Vikarin der St. Vitusgemeinde.

Quelle: Tobias Lehmann

Wilkenburg. Die Begeisterung für ihren künftigen Beruf wie auch für religiöse Kunstwerke ist Jüttner deutlich anzumerken. In der St. Vituskirche gibt es zum Beispiel mehrere Abbildungen der vier Evangelisten und der ihnen zugeordneten Symbole: Markus mit einem Löwen, Lukas mit einem Stier, Johannes mit einem Adler und Matthäus mit einem Engel. "Die Menschen des Mittelalters, die häufig nicht lesen konnten, haben die Evangelisten daran erkannt", erläutert Jüttner.

Schon in der Kindheit haben sie am Religionsunterricht nicht nur die "spannenden Geschichten" angesprochen, sondern auch das plastische Darstellen biblischer Szenen in Form von Bildern oder Basteleien. Dennoch hat sich die gebürtige Hannoveranerin nicht direkt für ihren Beruf entschieden. "Ich habe zunächst drei Semester Medizin in Göttingen studiert", sagt sie. In der Zeit hat sie sich allerdings bereits in der Gemeinde engagiert. Die Erfahrungen dort haben sie schließlich zum Wechsel des Studienfachs angeregt. "Die meisten meiner Kommilitonen haben zuvor noch etwas anderes gemacht. Ich glaube, dass das für unseren Beruf auch gut ist", sagt Jüttner.

Zu diesem Beruf gehöre es schließlich, mit den Predigten ein vielfältiges Publikum anzusprechen. Zudem sei ein hohes Einfühlungsvermögen erforderlich, etwa bei den sogenannten Kasualien, der Taufe, der Trauung und der Beerdigung. Wenn es um die Unterstützung von Trauernden geht, spielen für Jüttner auch wieder Bilder eine wichtige Rolle. "Ich frage die Hinterbliebenen häufig, an welche Bilder aus dem Leben des Verstorbenen sie sich erinnern. Denn diese sind es, die bleiben sollen", sagt Jüttner.

Ein Schwerpunkt ihres Interesses ist auch der interreligiöse Dialog mit Vertretern jüdischen, katholischen und muslimischen Glaubens. "Wir beten alle gemeinsam einen Gott an und sollten viel mehr unsere Gemeinsamkeiten als unsere Unterschiede betonen", sagt sie. 

Jüttner hat ihre Arbeit in der St. Vitusgemeinde bereits aufgenommen. Der offizielle Einführungsgottesdienst ist am Sonntag, 24. April.

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