Auf den Fehler hatte Gudrun Koenig aufmerksam gemacht. Ihre Turnschwestern und sie seien wie verdattert gewesen, als sie die Räume erstmals nach den Sommerferien betraten. „Von der Wendeltreppe und den Rampen wäre es leicht, hineinzuschauen“, sagt die Sportlerin. Vor dem Umbau waren dort noch Milchglasscheiben.
Im Rathaus sei der Lapsus am Dienstag noch nicht angekommen, sagt Koenig. Ihr Mann, ein Architekt, habe dort darauf aufmerksam gemacht. Allerdings hatten auch Mitarbeiter der Hochbauabteilung der Stadtverwaltung am Dienstagmorgen bei einem Rundgang auf der Baustelle die Fensterpanne aufgespürt. „Wir werden das sehr kurzfristig beheben“, versprach dort Martin Waßermann, der für die Stadt den Bau überwacht.
Das ist jetzt geschehen. Folien verhindern zunächst den Durchblick in den sensiblen Bereich. Dies sei allerdings nur ein Provisorium. „Wir werden die Fenster austauschen“, kündigte Bürgermeister Claus Schacht an. Künftig sollen dort wieder Milchglasscheiben eingebaut sein.
Im Rathaus laufen derweil Ermittlungen, wer für die Panne verantwortlich ist. Laut Schacht ist die Frage, ob es sich um einen Planungsfehler handele, es eine falsche Lieferung gab oder Handwerker beim Material daneben gegriffen haben könnten.
Zumindest daran mag Gudrun König nicht glauben: „Sie müssten doch sehen, dass solche Fenster für diese Räume nicht geeignet sind.“ So viel Erfahrung sei schon zu erwarten.
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