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Schnoy sorgt im bauhof für goldene Zeiten

Hemmingen-Westerfeld Schnoy sorgt im bauhof für goldene Zeiten

Unterhaltung auf hohem Niveau: Fast zwei Stunden unterhielt der Kabarettist Sebastian Schnoy am Donnerstagabend im ausverkauften Hemminger Kulturzentrum Bauhof. „Vom Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt“, heißt das neue Programm des 47-jährigen Hamburgers.

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Unterhaltung auf hohem Niveau: Kabarettist Sebastian Schnoy im bauhof in seinem Element.

Quelle: Achim von Lüderitz

Hemmingen-Westerfeld. „Nach Golde drängt, vom Golde hängt doch alles. Ach, wir Armen“, heißt es schon bei Goethes Faust. Nicht um das wertvolle Edelmetall, sondern um Zahlungsmittel der mannigfaltigsten Art drehte es sich beim Soloprogramm des Comedians, Buchautors - drei seiner Werke landeten auf der Spiegel-Bestsellerliste - und Kabarettisten Sebastian Schnoy im bauhof in Hemmingen-Westerfeld. Er macht sich auf die „Irre Jagd nach dem Geld“, so der Untertitel des Programms. Ein Thema, das die Menschheit seit der Erfindung des schnöden Mammons vor 2400 Jahren in ihren Bann zieht.

Mit tiefgründigem Humor deckte Schnoy auf, mit welchen Tricks es dem Adel, Fabrikanten und Spekulanten aber auch Kirchenfürsten gelang, andere für sich arbeiten zu lassen und sich dabei selbst die Taschen vollzustopfen. Auf Ablasszahlungen als Einnahmequelle wie die katholische Kirche müsse man auch erst mal kommen, sagte er.

Fast philosophisch untersuchte der Kabarettist, bekleidet mit Jeans und dunklem Sakko, warum schon immer wenigen so viel und vielen so wenig gehörte und warum nicht mehr Leute finanziell auf einen grünen Zweig kommen wie einst der amerikanische Schriftsteller Mark Twain, der seine eigene Vorstellung von einem ausgeglichenen Konto hatte: „Ich gebe nie mehr aus, als ich verdiene, und wenn das nicht reicht, dann borge ich mir eben ein bisschen."

Wie ein roter Faden zogen sich verschiedene Zahlungsmittel durch das Programm, in dem aber auch das oft seltsame Gebaren von Mitmenschen und Nachbarn, Politikern, Ärzten, Kreuzfahrtreisenden und die Verfahrenstechniken mit den Geräten der modernen Kommunikation unter die Lupe genommen wurde. Die Zeit für die bauhof-Besucher verging wie im Flug, was vor allem daran lag, dass sie von der ersten bis zur letzten Minute köstlich unterhalten wurden. Unterhaltung auf hohem Niveau.

Von Achim von Lüderitz

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