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Flüchtlingsheim: Bedenken wegen der Sicherheit

Hemmingen Flüchtlingsheim: Bedenken wegen der Sicherheit

„Konstruktives Gespräch mit starken Vorbehalten“: So beschrieb Bürgermeister Claus Schacht die Reaktion der Kaufleute im Gewerbegebiet in Hemmingen-Westerfeld auf die Ankündigung, dass dort ein Flüchtlingsheim eingerichtet werden soll. Hauptsächlich gebe es Bedenken wegen der Sicherheit.

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An der Heinrich-Hertz-Straße in Hemmingen-Westerfeld wird ein Flüchtlingsheim für bis zu 160 Personen eingerichtet.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. „Die Sicherheit war das Thema Nummer Eins“, sagte Schacht, nachdem er sich am Dienstag mit den Kaufleuten zum persönlichen Gespräch getroffen hatte. Er hatte darüber informiert, dass im Juni ein Flüchtlingsheim im Bürogebäude an der Heinrich-Hertz-Straße 23 eingerichtet wird, das Platz für bis zu 160 Personen bietet. Schacht nimmt die Bedenken ernst. „Ich erwarte von der Polizei, dass sie dort häufiger als üblich Streife fahren wird“, sagte er. Zudem werde auch ein Sicherheitsdienst angestellt.

In Kooperation mit dem Betreiber der Einrichtung, dem Deutschen Roten Kreuz, wird es eine intensive Betreuung der Flüchtlinge geben. Dort werde auch über Verhaltensregeln gesprochen. Schacht will sich im März das nächste Mal mit den Kaufleuten treffen. "Wir bleiben in engem Kontakt und werden versuchen, die Wünsche und Anregungen zu berücksichtigen. Bis zum Juni ist schließlich auch noch ein wenig Zeit", sagte er.

Hemmingens Politiker sind sich einig, dass das Flüchtlingsheim "unter den gegebenen Umständen die beste Möglichkeit" ist. Eine dezentrale Unterbringung sei zu bevorzugen. Doch die angekündigten Zahlen lassen das nicht mehr zu. Im Hinblick auf die Sicherheit sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann: "Nach Auskunft von Fachleuten, ist die Sicherheit bei einer zentralen Unterbringung sogar besser zu gewährleisten, als bei einer dezentralen Lösung."

Der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Hemminger, Wolf Hatje, teilt die Bedenken persönlich nicht. "Wir haben bereits 200 Flüchtlinge in Hemmingen und es ist noch nichts passiert", sagt er. Einzelfälle lassen sich niemals ausschließen. Allgemein bezeichnete er den Standort als "gute Lösung". Der Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, Jürgen Grambeck, sagte, dass latente Ängste in so einer Situation immer auftreten. Doch inwieweit diese zutreffen, stelle sich immer erst hinterher heraus. "Ich bin überzeugt, dass es im Großen und Ganzen gut gehen wird", sagte er.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulff Konze wies darauf hin, dass für die Betreuung der Flüchtlinge zusätzliches Personal eingestellt wird. Zudem habe das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber der Einrichtung bereits viel Erfahrung, auch mit Flüchtlingsheimen an anderen Standorten. 

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