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Kein Flüchtlingsheim in Arnum

Arnum Kein Flüchtlingsheim in Arnum

Auf dem Grundstück, auf dem sich bisher das jetzt geschlossene Café Törtchen in Arnum befindet, wird kein Flüchtlingsheim entstehen. Entsprechende Gerüchte wies Bürgermeister Claus Schacht auf Anfrage dieser Zeitung zurück.

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Das Café Törtchen am Pattenser Feldweg ist bereits ausgeräumt.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Mit Hiddestorf und Wilkenburg gehörte das Café Törtchen bisher zu den wenigen Bäckereien im Hemminger Stadtgebiet, in denen direkt vor Ort gebacken wird. Inhaberin Janine Desens-Matuschak betonte im Gespräch mit den Leine-Nachrichten, die Firma mit ihren vier Mitarbeitern bleibe bestehen und werde etwa auf Großveranstaltungen auch weiterhin Kuchen, Torten und Backwaren anbieten. „Es liegt nicht am Zuspruch.“ Bestellungen würden weiter entgegengenommen. „Wir sind nicht insolvent und schon gar nicht lassen wir uns fremd beliefern.“

Ihren Standort mitten im Wohngebiet am Pattenser Feldweg musste Desens-Matuschak jetzt aufgeben, da die Räume verkauft wurden. In etwa einem Monat werde das Caféteam in Hannover tätig sein - auf größerer Fläche als in Arnum, kündigte sie an. Desens-Matuschak sagte, sie würde gern auch wieder ein Café im Hemminger Stadtgebiet eröffnen, allerdings gebe es derzeit keine geeigneten Räume. Im Hinblick auf die Konkurrenz durch Backshops sowie durch Backstationen in Supermärkten nur auf Backwaren zu setzen, reiche in der heutigen Zeit nicht mehr aus.

Das Café Törtchen ist seit Montag geschlossen. Per Aushang sind die Kunden darüber informiert worden. Das Café in dem größten Hemminger Stadtteil wurde vor drei Jahren eröffnet und belieferte unter anderem Veranstaltungen in den Herrenhäuser Gärten und im Jagdschloss Springe.

In Arnum brodelte die Gerüchteküche, dass das Cafégebäude abgerissen und dort ein Flüchtlingsheim gebaut wird. Benachbarte Wohnungseigentümer forderten bereits von ihren Gesellschaften nähere Informationen. Bürgermeister Claus Schacht betonte, dass die Stadt bei ihrer Linie bleibe, Flüchtlinge dezentral unterzubringen. Geplant sei, die Immobilie am Pattenser Feldweg gewerblich zu nutzen.

Desens-Matuschak zeigte sich angetan davon, dass so viele Menschen das Café vermissen. Eine Anwohnerfamilie schrieb dieser Zeitung: „Wir finden es schade, da hier noch direkt vor Ort gebacken wurde.“ Auch in sozialen Netzwerken ist die Schließung ein Thema.

Erst vor etwa einem Jahr wurde die Filiale des Gehrdener Backhauses in Devese geschlossen. Die Räume an der Ortsdurchfahrt stehen seitdem leer. Als Grund hatte die Geschäftsführung damals zurückgehende Umsätze angegeben.

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