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Kleingarten-Wand: Miersch schaltet sich ein

Arnum Kleingarten-Wand: Miersch schaltet sich ein

Die Trennwand an der Kleingartenkolonie bei Arnum wird zum politischen Thema. Der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (SPD) hat jetzt ein Schreiben an die Landesbehörde verschickt und um einen Gesprächstermin gebeten.

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Die Trennwand soll verschwinden: Die Kleingärtner bei Arnum fordern auf einem Transparent ungehinderten Zugang zur Parkfläche.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Für einen Bundestagsabgeordneten gehört die Auseinandersetzung um eine Trennwand an einem Parkplatz an einer Landesstraße nicht zum eigentlichen Arbeitsbereich. „Doch wenn ich für die Bürger meines Wahlkreises etwas erreichen kann, versuche ich das“, sagt Matthias Miersch. Zudem könne er die Einwände der Gärtner verstehen. Der Abgeordnete verspricht nichts, hat aber Hoffnung. „Rechtlich lässt sich der Zaun schwer anfechten. Doch wenn wir uns alle nochmal an einen Tisch setzen und guten Willen zeigen, lässt sich vielleicht noch etwas machen“, sagt er.

Die zuständige Landesbehörde hatte die Trennwand im April vor den Kleingärten an der Landesstraße zwischen Arnum und Wilkenburg aufgebaut und damit den bisherigen Parkraum komplett abgesperrt. Die Wand soll die Verkehrssicherheit erhöhen. Allerdings besteht die Kolonie seit 1945 und bisher wurde der freie Parkraum geduldet. Auch Bürgermeister Claus Schacht hatte bereits den Wunsch an die Landesbehörde herangetragen, die Wand wieder zu entfernen, da es sich um „eine erhebliche Abwertung des Ortsbilds“ handele.

Miersch hat sich die Situation bereits vor Ort angeschaut. „Durch den Zaun können die Kleingärtner nicht mehr vor den Gärten parken und müssen Wasserkisten und andere Materialien mehr als einen Kilometer tragen und dabei zweimal die Bundesstraße überqueren“, sagt er. Für sie werde die Verkehrssicherheit damit nicht erhöht. Jürgen Nettelmann, der einige Gärten dort verpachtet, weist noch darauf hin, dass es für Gehbehinderte mit Rollatoren oder Rollstuhlfahrer jetzt nahezu unmöglich sei, die Gärten zu erreichen.

Die Kleingärtner haben jetzt sogar ein Transparent gestaltet, das öffentlich an der Landesstraße zu sehen ist. Darauf fordern sie, den ungehinderten Zugang zu den Gärten wieder freizugeben.

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