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Mädchen ertrank im Schacht des Freibads

Arnum Mädchen ertrank im Schacht des Freibads

Das zwei Jahre alte Mädchen, das am Donnerstag im Arnumer Freibad in einen mit Wasser gefüllten Schacht gefallen war, ist tot. Es starb, wie die Polizei mitteilt, in der Nacht zu Freitag in der MHH. Die Obduktion ergab, dass die Zweijährige ertrunken ist.

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Arnumerin paddelt für eine Medaille

Das Freibad Arnum wurde nach dem Unfall geräumt.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Den Ermittlern liegt inzwischen auch das vorläufige Ergebnis der Obduktion in der Rechtsmedizin vor. „Demnach ist der Tod durch Ertrinken eingetreten. Es gibt keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen“, sagt Staatsanwältin Kathrin Söfker. Der etwa vier Meter tiefe Schacht ist der Wasserspeicher des Freibades. Dort wird das Wasser aufgefangen, das in den beiden Becken des Bades überschwappt. Daher variiert der Wasserstand in dem Schacht ständig.

Der Speicher befindet sich unmittelbar am Hauptgebäude des Freibades an einer Liegewiese, auf der auch Strandkörbe stehen. Er ist in der Regel mit einer Metallplatte verschlossen. Zum Zeitpunkt des Unfalls soll er nach HAZ-Informationen allerdings zur Hälfte geöffnet gewesen sein. Unklar ist, warum – denn während des Badebetriebs muss niemand an den Schacht heran.

In einen Schacht mit einer ähnlichen Abdeckung wie dieser war das Kleinkind gefallen. Der Schacht, an dem der Unfall passierte, durfte am Freitag auf Drängen des Badbetreibers nicht fotografiert werden.

In einen Schacht mit einer ähnlichen Abdeckung wie dieser war das Kleinkind gefallen. Der Schacht, an dem der Unfall passierte, durfte am Freitag auf Drängen des Badbetreibers nicht fotografiert werden.

Quelle: Astrid Köhler

Wie konnte es zu dem Unglück kommen?

„Der Deckel war am Donnerstagmorgen geschlossen, ich selbst habe den Rundgang gemacht und nachgesehen“, sagt Jürgen Grambeck. Er ist der Geschäftsführer der Bäder GmbH, die das Arnumer Freibad seit elf Jahren betreibt. Jeden Morgen machen die Mitarbeiter seinen Angaben zufolge einen Rundgang über das Gelände. Sie kontrollierten, ob alles in Ordnung ist und ob Müll herumliegt, bevor sie die Badegäste einlassen. Während des regulären Betriebs konzentrierten sie sich dann auf die Besucher, sagt Grambeck. Völlig unklar ist, ob sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt und den Deckel geöffnet hat. Zwei Tage zuvor waren Unbekannte nachts über den Zaun des Bades geklettert, hatten Gegenstände in die Becken geworfen und Sonnenschirme auf der Liegewiese verteilt.

Am Tag nach dem Unglück öffnete das Bad um 11 Uhr. „Wir haben den Schacht gesichert und jetzt unter verschärfter Beobachtung“, sagt Grambeck. Der Förderverein hat eine für Freitag geplante Open-Air-Kino-Veranstaltung abgesagt. Der Eintritt für den Film „Monsieur Claude und seine Töchter“ sollte dem Bau eines neuen Kleinkinderbeckens in Arnum zu Gute kommen. Der Vereinsvorsitzende Matthias Müller wollte sich zu dem Unglück bisher nicht äußern. Der Tod des Mädchens habe ihn zu sehr mitgenommen.

Ein Kleinkind ist nach einem Unglück im Freibad Arnum (Hemmingen) am Donnerstag seinen Verletzungen erlegen.

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Hemmingens Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida hofft, dass die Ermittlungen der Polizei schnell Aufklärung bringen. „Bislang ist für uns alle überhaupt nicht nachvollziehbar, was da passiert ist“, sagt er. Den Unfall bezeichnete er als Tragödie. „Wir sind in Gedanken alle bei den Eltern und den übrigen Angehörigen des Mädchens“, sagt Schacht-Gaida.

Die Mutter des Kindes hatte am Donnerstag gegen 15 Uhr bemerkt, das ihre Tochter verschwunden war. Gemeinsam mit Freibadmitarbeitern suchte sie das Gelände ab und schaltete schließlich die Polizei ein. Besatzungen von mehreren Streifenwagen suchten nach der Vermissten. Erst gegen 17 Uhr wurde die Zweijährige leblos in dem Schacht entdeckt. Die Ärzte konnten ihr Leben nicht mehr retten.

 

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