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Kommt die Ganztagsschule?

Hemmingen Kommt die Ganztagsschule?

Die Stadt Hemmingen erwägt in ihren drei Grundschulen eine Ganztagsbetreuung einzuführen. Einen Zeitplan dafür gibt es laut Bürgermeister Claus Schacht noch nicht. Er hat jetzt die Ratsfraktionen aufgefordert, sich mit dem Thema zu befassen.

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Die Ratsfraktionen sollen darüber sprechen, ob die Ganztagsbetreuung eingeführt werden soll.

Quelle: Symbolbild

Hemmingen. Vertieft werden soll es im September bei einem Besuch des Hemminger Ausschusses für Bildung, Familie, Kinder und Jugend in einer Grundschule in Hannover-Badenstedt. Grundschulen gibt es in Arnum, Hiddestorf und Hemmingen-Westerfeld. Für August wird eine neue Hortgruppe mit zehn Plätzen in Hiddestorf gebildet. Damit steigt die Zahl dort auf 30. „Wir kommen bei Hortplätzen in der ganzen Stadt an unsere räumlichen Grenzen und müssen darauf Antworten finden“, sagt Schacht.

Die in der Grundschule Hiddestorf untergebrachte neue Gruppe ist nur eine Übergangslösung. Das Provisorium ist nur für ein Jahr genehmigt. Eine Möglichkeit sei, Ganztagsgrundschulen einzuführen. Schacht erwähnt dies nicht zum ersten Mal, aber mittlerweile gab es Gespräche mit Eltern und Lehrern. Hanspeter so korrektMichel vom Stadtelternrat betont: „Wir sind noch in der Meinungsfindung.“ Anfangs sei ein solches Modell eher auf Ablehnung gestoßen, doch die Haltung zurzeit bezeichnet Michel als neutral. Klar sei mittlerweile, dass es sich um ein freiwilliges Angebot handeln müsse. Darauf legt auch Schacht Wert. Die Teilnahme an dem, was nach dem Schulschluss um 13 Uhr folge, sei freiwillig, allerdings müssten sich die Eltern und Kinder für das ganze Schuljahr festlegen, damit verlässlich geplant werden könne.

Um welche Uhrzeit die Ganztagsbetreuung enden soll, sei ebenso unklar wie die personelle Betreuung. „Es muss aber dafür mehr Lehrerstellen geben“, macht Schacht deutlich. Auch eine Kooperation zum Beispiel mit der Musikschule und Vereinen sei denkbar. Ganz abgeschafft werden sollen Hortplätze nicht: „Eine Restzahl wird immer bleiben.“ Er verweist darauf, dass sich die Lebensbedingungen der Eltern gravierend verändert haben. In vielen Familien seien beide Erziehungsberechtigten berufstätig, sodass die Nachfrage nach Hortplätzen entsprechend hoch sei. „Bislang konnten wir das ja auch bedienen“, sagt Schacht. Doch die Zahl werde weiter steigen. Möchten zurzeit etwa 40 Prozent der Eltern einen Hortplatz für ihr Kind, werden es in einigen Jahren 60 bis 70 Prozent sein, schätzt der Bürgermeister. Mit Hiddestorf steigt die Zahl der Hortplätze im Stadtgebiet ab August auf 230. Je 100 gibt es in Arnum und Hemmingen-Westerfeld sowie zurzeit 20 in Hiddestorf.

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