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So setzt sich der neue Rat zusammen

Hemmingen So setzt sich der neue Rat zusammen

Die SPD wird auch in den nächsten fünf Jahren stärkste Partei im Rat der Stadt Hemmingen sein. Im Vergleich zu 2011 legten alle Parteien im Rat zu - mit Ausnahme der Grünen. Mittlerweile steht auch fest, welche Mitglieder zum neuen Rat gehören.

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Im Ratssaal in Hemmingen werden die Briefwahlstimmen ausgezählt.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Wahlausschusses sind gewählt worden:

SPD (9 Sitze):

Jens Beismann

Kerstin Liebelt

Anette Wnendt

Dr. Kurt Pages

Kerstin Schönamsgruber

Susanne Wienigk-Andreas

Dirk Fahlbusch

Hans-Karl Löber

Dirk Hartmann

CDU: (8 Sitze)

Ulff Konze

Jan Dingeldey

Doris Linkhof

Christian Baxmann

Aaron Oelker

Svanburga von Alten-Rilinger

Marc Schwertfeger

Dr. Michael Körner

Bündnisgrüne (4 Sitze)

Ulrike Roth

Joachim Steinmetz

Dorit Miehe

Roman Binder

DUH (5 Sitze):

Wolf Hatje

Bernd Filax

Dr. Holger Falke

Dr. Markus schneider

Kathrin Heise

Die Ergebnisse: Bei der Wahl zum Rat der Stadt Hemmingen sind erst nach Mitternacht alle 16 Wahlbezirke ausgezählt gewesen. Das Ergebnis: SPD 34,1 Prozent (2011: 32,5), CDU 31,5 (26,2), Grüne 14,4 (19,2), DUH 18,3 (14,9), Einzelkandidat Albrecht Beutnagel 1,7 (-).

Bei der Wahl zur Regionsversammlung sind alle 16 Hemminger Stimmbezirke ausgezählt. Das Ergebnis: SPD 31,3 Prozent (2011: 34,5), CDU 31,4 (31,9), Grüne 16,3 (22,0), Die Linke 2,9 (1,4), FDP 5,0 (2,5), AfD 8,8 (-), Die Hannoveraner 2,0 (1,6), GFW 0,5 (-). Nach derzeitigem Stand werden die beiden Hemminger Jan Dingeldey (CDU) und Kerstin Liebelt (SPD) ihre Mandate in der Regionsversammlung behalten.

Reaktionen zur Wahl (Stand: 21 Uhr): Die Auszählung der Regionsversammlung dauert an und noch sind auch keine Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des neuen Rates möglich. In Hemmingen treten FDP und AfD aber, anders als auf Regionsebene, nicht für den Rat an. Welchen Bewerbern werden die liberalen Wähler und die AfD-Wähler ihre Stimmen bei der Ratswahl geben?

„Das ist schwer zu greifen“, sagte die SPD-Parteichefin Kerstin Liebelt. Die SPD hatte bei der Ratswahl 2011 die meisten Stimmen erhalten. Die Sozialdemokraten müssten sich in den nächsten Tagen aber zusammensetzen, um zu diskutieren, wie der Wahlkampf anders gestaltet werden könnte, sagte Liebelt. Plakate, Infostände, Internet – das alles habe seine Berechtigung und trotzdem könnten etliche Menschen nicht erreicht werden. Liebelt sagte, ihr sei aufgefallen, dass andere Parteien mitunter mit Landesthemen ausgerechnet bei einer Kommunalwahl punkten wollten.

Hemmingens CDU-Parteichefin Barbara Konze sagte im Hinblick auf das Ergebnis der Ratswahl: „Ich bin vorsichtig optimistisch.“ Zum Wahlkampf der Christdemokraten merkte sie an: „Er war kraftraubend, aber ich bin zufrieden.“ Hausbesuche seien eine gute Möglichkeit noch mehr Menschen zu erreichen. Doch bei der CDU sei, wie bei vielen anderen Parteien auch, die Zahl der Helfer überschaubar.

Die Parteivorsitzende der Grünen, Dorit Miehe, zeigte sich optimistisch: „Wir freuen uns über die bisher erreichten Ergebnisse.“ Die heutige Wahl habe unter anderen Rahmenbedingungen gestanden. 2011 waren die B3-Ortsumgehung und die Nuklearkatastrophe von Fukushima große Themen, die den Grünen viele Stimmen beschert haben. Wie werden die Grünen künftig im Rat agieren? Ulrike Roth, die bei den Grünen den ersten Listenplatz anführt, erläuterte: „Wir haben schon viel Koalitionserfahrung in Hemmingen. Wir stehen einer sachlichen Zusammenarbeit offen gegenüber.“

Die DUH hofft unter anderem auf Stimmen aus dem liberalen Lager, wie DUH-Fraktionschef Wolf Hatje einräumte. Zum Wahlkampf in Hemmingen sagte er: „Das Interesse der Bevölkerung war nicht richtig ausgeprägt.“ Es haben diesmal „große und spannende Themen“ gefehlt. Dabei gebe es zum Beispiel eines: der Haushalt. „Aber das stößt nicht auf großes Interesse bei den Bürgern.“

Der Abend: Etwa 20 Besucher haben sich im Bürgersaal des Rathauses in Hemmingen-Westerfeld eingefunden, um die Wahlergebnisse an einer Leinwand in Echtzeit zu verfolgen. Im Ratssaal ein Stockwerk höher wurden die Briefwahlstimmen ausgezählt.

Der Nachmittag: Prognosen zur Wahlbeteiligung in Hemmingen lassen sich noch nicht machen. Eines aber haben die Wahlhelfer festgestellt: Die Wahllokale waren den ganzen Tag über gleichbleibend gut besucht. Das teilte Stadtsprecherin Alexandra Jaeger mit.

Der Vormittag und Mittag: Was macht eigentlich ein Bürgermeister am Vormittag eines Wahltages? In Hemmingen besucht Verwaltungschef Claus Schacht mit Fachbereichsleiter Sven Bertram alle 15 Wahllokale im Stadtgebiet. Da kommt ihnen entgegen, dass Hemmingen die im Hinblick auf die Fläche kleinste Kommune in der Region Hannover ist. Schacht und Bertram übergeben den Helfern nicht nur das Erfrischungsgeld, sondern sie verteilen auch Süßigkeiten, erläutert Stadtsprecherin Alexandra Jaeger. Und es gebe lobende Worte: Sie sprechen ihre Anerkennung für dieses Ehrenamt aus. Krankheitsbedingte Ausfälle bei den Wahlhelfern habe es nicht gegeben und ebenso keine Probleme mit Plakaten, die zu nah an den Wahllokalen hängen.

Die Bewerber für den Rat: Zur Wahl stellen sich die SPD, CDU, Bündnisgrünen, Die Unabhängigen Hemminger (DUH) und der Einzelbewerber Albrecht Beutnagel. Die Listen werden angeführt von Jens Beismann (SPD), Ulff Konze (CDU), Ulrike Roth (Grüne) und Wolf Hatje (DUH).

Die Bewerber für die Regionsversammlung: Zehn Hemminger wollen in dieses Gremium. Sie treten für vier Parteien und eine Wählergemeinschaft an. Es handelt sich um den Wahlbereich 14, zu dem Hemmingen, Springe, Ronnenberg und Wennigsen gehören. Die Regionsabgeordneten Kerstin Liebelt (SPD) und Jan Dingeldey (CDU) kandidieren wieder. Liebelt gehört der Regionsversammlung bereits seit 2001 an und steht auf Listenplatz 2. Dingeldey ist seit 2011 Mitglied und ist auf Platz 2 der Liste zu finden. Auf der Liste der Grünen mit neun Kandidaten sind allein vier aus Hemmingen: Frauke Patzke (Platz 4), Joachim Steinmetz (Platz 5), Dorit Miehe (Platz 8) und Jürgen Grambeck (Platz 10). Bei der FDP kandidiert Markus Hofmann auf Platz fünf. Weitere Bewerber sind Dirk Fahlbusch (SPD, Platz 7) und Michael Körner (CDU, Platz 6). Für die Unabhängige Wählergemeinschaft Die Hannoveraner tritt Heike Gausmann auf dem dritten Listenplatz an.

Das Ergebnis 2011: Vor fünf Jahren lag die SPD bei der Ratswahl in der Wählergunst mit 32,5 Prozent der Stimmen vorne. Die CDU erhielt 26,2 Prozent, die Grünen folgten mit 19,2 Prozent. Die DUH kam auf 14,9 Prozent, die Piraten auf 3,2 Prozent, die BfH auf 2,1 Prozent und die FDP auf 1,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Hemmingen lag 2011 bei 59,5 Prozent. Während damals SPD und CDU Stimmen verloren, holten die Grünen fast 10 Prozentpunkte mehr. Die Liberalen mussten sich aus dem Rat verabschieden. Neu im Rat war die Piratenpartei.

Die Musterstimmzettel: Für die Regionsversammlung ist er auf hannover.de abrufbar. Hemmingen gehört zum Wahlbereich 14. Für den Rat der Stadt gibt es keinen Musterstimmzettel im Internet.

Das Rathaus: Jedermann kann am Sonntag, 11. September, ab 18 Uhr im Bürgersaal die Ergebnisse erst zur Regionsversammlung und dann zum Rat der Stadt in Echtzeit an einer Leinwand verfolgen. Es werden Wasser, Apfelschorle, Wein und Bier gereicht. 

Die Wahlpartys: Alle feiern am 11. September, aber zwei Partys finden in Privaträumen statt. Zwei Partys hingegen sind öffentlich. Die SPD versammelt sich ab 20 Uhr in der Gaststätte Bacchus, Göttinger Landstraße 45, in Hemmingen-Westerfeld. Anmeldungen nimmt Kerstin Liebelt unter Telefon (0 51 01) 58 51 06 und per
E-Mail an kerstin@keffli.de, entgegen. Die Wahlparty der CDU beginnt um 18 Uhr in den Tennisstuben, Weetzener Landstraße 20, in Hemmingen-Westerfeld. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

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Interessierte Bürger, Parteimitglieder und Mitarbeiter der Verwaltung verfolgen die Wahlergebnisse im Bürgersaal.

Quelle: Andreas Zimmer

Von Andreas Zimmer und Johannes Dorndorf

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